#256 Wie wird aus einem Gast ein Stammgast, Tina Neudegger?
Shownotes
Der Luxus, gesehen zu werden
Warum fühlen wir uns in manchen Hotels sofort zu Hause und in anderen nie? Tina Neudegger kennt die Antwort. Seit 2011 führt sie mit ihrem Mann Hermann den Nesslerhof im Tal der Almen: ein Familienhotel mit 90 Mitarbeiter:innen und einem Konzept namens „Natural Happiness“.
Früher, sagt sie, war Luxus vor allem materiell: neue Gebäude, schöne Restaurants, ein großes Buffet. Heute zählt etwas anderes. Ein ehrliches Lächeln. Ein Team, das spürt, ob du reden willst oder deine Ruhe brauchst. Und Platz: Für Tina ist Raum für jeden Gast so wichtig, dass sie lieber auf zusätzliche Zimmer verzichtet. Im Gespräch erzählt sie, wie man Menschen liest, warum ein Team genauso gesehen werden will wie die Gäste und was sie einem Gast gesagt hat, der einfach nicht abschalten konnte.
Das nehmen wir aus dieser Folge mit:
● Woran man erkennt, ob jemand nur eingecheckt hat oder wirklich angekommen ist ● Warum Mitarbeiter:innen dasselbe brauchen wie Gäste ● Wieso Luxus im Wellnesshotel heute menschlich geworden ist ● Warum Großzügigkeit langfristig wirtschaftlicher ist als mehr Zimmer ● Was „Alles können, nichts müssen“ mit echter Erholung zu tun hat ● Warum man Fehler nicht persönlich nehmen sollte
Eine Folge über Gastfreundschaft und Führung, für alle, die mit Menschen arbeiten, egal in welcher Branche.
Transkript anzeigen
00:00:06: Mach es, der Karriere und Lifestyle-Podcast von Die Macher mit Menschen die bewegen.
00:00:13: Heute als Dein Host Susanna Winkelhofer.
00:00:20: Ich hab keine Ahnung wo ich heute anfangen soll.
00:00:23: Wir könnten vielleicht einfach mal in die Lobby gehen und so diese Großzügigkeit vom Raum mal uns anzuschauen.
00:00:29: wir könnten den Wellnessbereich an die Bar Wir könnten uns sämtliches Wieten anschauen und auch die Terrasse mit freischelnder Badewanne, Blick zur Bergbahn.
00:00:40: Aber eigentlich geht es heute gar nicht so sehr darum zu fragen wie es gelingt ein perfektes Hotel zu bauen.
00:00:47: Es geht vielmehr darum herauszufinden wie es Gastgebern gelingen kann bei Gästen dieses eine Gefühl hervorzurufen Das Gefühl wow da bin ich jetzt angekommen Da kann ich endlich abschalten Und wenn man schon nach ein paar Stunden entscheidet nächstes Jahr wiederkommen.
00:01:04: Und das ist auf dein Gefühl, dass können Gäste gar nicht beschreiben oder erklären woher das jetzt genau kommt weil es von so vielen Dingen abhängig ist und wie man genau das herausfindet was das ausmacht braucht es keine Pferdeflüsterer sondern Gästelflüsterer.
00:01:21: Und genau so bezeichnen sich die Gastgeber vom Hotel Nesslerhof hier in Großal.
00:01:26: Tina und Hermann Neudecker führen das Haus seit Jahrzehnteil.
00:01:29: Ja, und ich habe jetzt eine wunderbare Gelegenheit mit der Gastgebersin Tina Neudecke da im Restaurant-Sitzer des Hotels.
00:01:37: Und dass wir jetzt mal der Frage nachgehen wie man denn das schafft?
00:01:40: Dass Gäste plötzlich das Gefühl haben wow!
00:01:43: Da bin ich angekommen, da gefällt es mir, dann möchte ich wieder kommen.
00:01:47: Danke, dass du dir die Zeit dazu nimmst.
00:01:49: Vielen Dank, danke.
00:01:50: Ich freue mich voll auf den ersten Podcast, den wir uns heute aufnehmen.
00:01:54: Das freut uns, das ehrt uns und es ist mein erster Podcast wo man nicht nur an einer Stelle sitzen werden weil ich immer gedacht, dass wäre eigentlich viel zu schade.
00:02:03: Es gibt so viele schöne Plätze im Hotel,
00:02:06: d.h.,
00:02:06: wir wechseln dann irgendwann zwischendurch und werden das Gespräch in einer Suite fortsetzen.
00:02:12: Da hast du mir schon eine ganz schöne gezeigt.
00:02:15: Das können wir genauso gut reden wie hier.
00:02:17: Aber jetzt starten wir mal, dass wir dich ein bisschen kennenlernen!
00:02:22: Der Gedankensprung Wir springen kurz von einem zum nächsten Gedanken.
00:02:31: Ein Gast fühlt sich willkommen wenn
00:02:33: Wenn er gesehen wird eigentlich
00:02:35: Wie das funktioniert darauf komme ich später noch.
00:02:38: Der schönste Satz den ein Gast zu dir sagen kann
00:02:41: Wir kommen wieder oder wir sind wieder Täter oder wir kommen gerne wieder.
00:02:48: Was bemerkst du an einem Menschen, bevor er überhaupt irgendwas gesagt hat?
00:02:53: Ab und zu glaube ich seine Ausstrahlung und seinen Stresslevel.
00:02:59: Das lernt man in der Gastronomie Stresslevel zu lesen.
00:03:02: Weil man auch ständig Menschen lesen kann oder man ständig im Kontakt ist mit Menschen.
00:03:08: Ein Detail das sie in einem Hotel nie unwichtig ist.
00:03:12: Der Mitarbeiter und ein Lächeln eines Mitarbeiters
00:03:15: Welches Geräusch bedeutet für dich Glück?
00:03:17: Eigentlich auch Lachen.
00:03:18: Weil Lachen ist was, was man wirklich aus dem Herzen rausmacht oder aus dem Bauchgefühl raus und das ist... Man lacht eigentlich wenn man glücklich ist ja.
00:03:28: Das heißt du merkst auch wenn jemand aufgesetzt lacht?
00:03:32: Ja schon!
00:03:33: Klar!
00:03:34: Du willest vom Echten lachen.
00:03:35: deshalb nennt sie euer Konzept auch Natural Happiness oder?
00:03:38: Genau!
00:03:39: Woran erkennst du am Abend?
00:03:41: Das war ein guter Tag.
00:03:43: Okay jetzt wenn ich wirtschaftlich denke dann ist es, wenn ich mehr E-Mails abgearbeitet habe wie reingekommen sind.
00:03:51: Dann ist es für mich wirtschaftlich und businessmäßig ein sehr guter Tag
00:03:55: gewesen.".
00:04:05: Tina, wer ist jetzt nicht da?
00:04:07: Wo jetzt gerade niemand ist.
00:04:08: Aber normalerweise am Abend dann natürlich die ganzen Gäste ihr Abendessen essen und das ist also schön mit diesen Nischen weil man ist zwar unter den Menschen aber man ist so ein bisschen in der Privatsphäre Und du bist dann auch am Abend hier meistens zugegen Du schenkst auch mal Wein ein, du sprichst mit den Gästen und du hast schon jetzt erklärt dass du Gäster auch etwas lesen kannst.
00:04:31: Woran erkennst du denn jetzt eigentlich an den Gästen, wenn du das durchgehst?
00:04:36: Ob die jetzt wirklich schon angekommen sind.
00:04:39: Ich glaube man erkennt es schon aus der Ausstrahlung auch.
00:04:43: Was man mit den Jahren lernt ist der Gast jetzt ruhig angekommen.
00:04:49: Man erkennt die Stammgäste.
00:04:51: Die sind leichter mal dass sie schnell runter kommen vom Stresslevel sich... Ich höre ganz oft, dass die Gäste reingehen ins Hotel und sagen da bin ich sofort angekommen.
00:05:03: Da ist sofort mein Stress weg und ich kann eigentlich starten mit dem Urlaub.
00:05:07: Das ist ein riesengroßes Kompliment!
00:05:09: Und dann hat man natürlich Gästchen, die was mit einem enormen Stresslevel kommen... ...und auch welche, die etwas einfach, ja wie soll ich denn sagen?
00:05:18: Vielleicht ein bisschen was erlebt haben die Wochen vor dem Urlaub?
00:05:22: oder jeder arbeitet so auf den Urlaub hin Und dann kommt man an und dann muss es perfekt sein, aber dann ist man vielleicht selber nicht mit sich so in der perfekten Wellenlänge.
00:05:33: Und dann runterzukommen vom Stresslevel – das sind die Challenges, was wir als Hoteliers, als Mitarbeiter ab und zu haben, das zu erkennen und dann eigentlich den Gast runterzuholen und ihm gleich einmal eine gute Zeit zu bieten.
00:05:49: Und wenn er dann auscheckt, ist er wie ausgewechselt.
00:05:52: Das ist so das Ziel und genau!
00:05:55: Das ist unser Ziel ja.
00:05:56: Tina du warst im Pfefferschiff, im Service, du hast in der Schweiz was auch im Service.
00:06:00: Du warst Chef d'Euron?
00:06:02: Was hast du denn da aus diesen Erfahrungen gelernt, was du jetzt als Gastgeberin gut gebrauchen kannst?
00:06:09: Ich glaube jeder Gast braucht ein bisschen etwas anderes.
00:06:11: Jeder Gast braucht eine andere Aufmerksamkeit.
00:06:15: Das Wichtigste ist glaube ich als Gast dass man gesehen wird dass man einen Kellner hat, der was sich Zeit nimmt für einen.
00:06:24: Der was es aber auch dann erkennt wenn man eigentlich ein bisschen Ruhe braucht oder Zweisamkeit braucht.
00:06:29: also die Gäste sind ganz verschieden.
00:06:31: wir haben von Gästen, wo wir fast die halbe Lebensgeschichte wissen bis aber Gäste, was eigentlich sehr regelmäßig kommen.
00:06:40: Ein Stammgäste.
00:06:41: Aber wo ich bis heute noch nicht einmal weiß, was sie arbeiten, sondern man merkt einfach, die brauchen so ein bisschen Zweisamkeit oder Meatyme und wollen einfach gutes Service haben, wollen schönes Glas Wein trinken, was Gutes zum Essen.
00:06:55: Aber sie sind jetzt eigentlich nicht interessiert sich auszutauschen.
00:07:00: Das ist das, was wir erkennen sollten und was der gute Service ausmacht, weil man das erkennt.
00:07:10: Ihr habt es im Jahr- und Elfden-Nesslerhof eröffnet und wenn du da jetzt zurück denkst, hast du davor irgendein Moment besonders Sorge oder Angst gehabt?
00:07:21: Und gab's im Gegenzug etwas, was dir vorher keiner so bewusst war, dass das vielleicht doch sehr herausfordernd sein könnte?
00:07:28: Also wir waren beide sehr jung!
00:07:30: Ab und zu rede ich echt von Jugendlichen.
00:07:33: leichtsinn, was wir da betrieben haben.
00:07:35: Ob uns das alles immer so bewusst war der Weg in die Selbstständigkeit?
00:07:41: Man hat doch einen sehr großen Invest.
00:07:43: Bis man den ersten Gast bei sich begrüßen kann, hat man schon einiges gebaut, investiert.
00:07:51: Sicher hat man irgendwann ab und zu die Angst, dass einem der Mut verlässt aber... wenn man sich dazu entschlossen hat und wir sind ja beide eigentlich sehr in der Gastronomie verwurzelt.
00:08:05: Und wir haben das ja gemerkt, dass wir gute Teamplayers sind, dass Wir gemeinsam gut zusammenarbeiten können.
00:08:11: Da haben wir nun – ich wäre ergänzt an uns – sehr gut!
00:08:14: Der eine hat da seine Qualitäten, der andere hat da die Qualität.
00:08:17: Also das matcht sehr gut.
00:08:20: Wie wir dann aufgesperrt haben oder wie wir dann gebaut haben, Während der Bauphase hat man dann eigentlich eh keine Ängste mehr, weil dann ist man...
00:08:29: Hat man keine
00:08:30: Zeit dazu?
00:08:31: Ja.
00:08:32: Und ganz ehrlich im ersten Winter hatten wir auch keine Zeit dafür, da war es eigentlich so okay in der Früh aufstehen.
00:08:40: du hast zeitweise ein bisschen funktionieren müssen.
00:08:43: zu ehrlich muss ich sein Du kämpfst dich von einem Tag zum anderen Du gewinnst den Kampf jeden Tag und du freust dich immer wieder wenn das alles gut geht.
00:08:55: und irgendwann kriegst du dann das Feedback, dass es schön ist.
00:08:59: Und dass es gut läuft.
00:09:01: und dann verschwinden diese minimalen Ängste oder diese Mutängste verschwinde sehr schnell weil du eigentlich schon Komplimente, Lob- und Feedback bekommst.
00:09:13: Das ist was schon sehr... schön ist oder was einem eigentlich antreibt, was ein Motor ist.
00:09:20: Jetzt hast du gerade erzählt ihr zwei Habts funktionieren müssen?
00:09:23: Nicht nur am Anfang jetzt natürlich auch aber es sind ja nicht nur zwei sondern das ganze Team.
00:09:29: Wie ist es euch denn da gelungen genau dieses Team aufzubauen dass dann auch so tickt wie ihr euch das wünscht.
00:09:36: Dieses Lachen was du erzählt hast diese ehrliche Aufmerksamkeit wie findet man solche Menschen?
00:09:43: Wo findet man gute Mitarbeiter, die zu einem passen?
00:09:47: Das ist eine Antwort, die ganz schwierig ist.
00:09:52: Wir bilden selber sehr viele Lehrlinge aus.
00:09:54: Wir haben ein rechter junges Team.
00:09:57: Ich sage ab und zu ein bisschen vornbar auch.
00:10:00: Aber ab und so bringen junge Leute auch sehr viel Liebe und sehr viel ... Power mit, das ist ja das was man sich auch als Gast wünscht.
00:10:11: Diese natürliche Freundlichkeit, wie wir selber gesagt haben oder gehabt haben so ein bisschen diesen junglichen Leichtsinn und diese Leichtigkeit Das ist das was ich sehr schön finde und was uns eigentlich sehr glücklich macht dass man einige Lehrlinge ausbilden dürfen oder junge Mitarbeiter oder jetzt auch einige Praktikanten.
00:10:33: Und dann ist es eigentlich immer ganz wichtig, dass man gleich wie bei die Gäste eigentlich hinhört.
00:10:41: was braucht der Gast.
00:10:43: Der will auch gesehen werden und aufmerksamkeit.
00:10:46: Ich sage nichts anderes als beim Mitarbeiter auch, weil wir genauso gesehen werden.
00:10:51: Und ich glaube wir Chefs müssen sie ab und zu mal verstehen.
00:10:54: oder in jeder Branche ist das ein bisschen anders aber... Ich und der Hermann alleine könnten den Nestlerhof nicht so führen.
00:11:01: Wir haben neunzig Mitarbeiter, also wir alleine könnten es nicht zerreißen.
00:11:06: Ganz ein großer Punkt von die Gästeflüsterer sind einfach die Mitarbeiter.
00:11:11: Und das ist unser Herzstück!
00:11:14: Das muss uns bewusst sein und uns ist es auch sehr bewusst dass sie eigentlich das tragen oder das machen was wir verkörpern oder was wir uns wünschen Dieses Natural Happiness, diese Freundlichkeit.
00:11:31: Den Part vom Investieren und von Bauen ist jetzt einmal unser Part, ein Chef.
00:11:38: Das kann man auch noch planen oder?
00:11:41: Genau.
00:11:42: Aber das dann mit Liebe und mit Leben zu befüllen, da brauche ich erstmal meine Mitarbeiter bevor ich die Gäste mit liebe und mit der perfekten Service bedienen kann oder willkommen heißen kann.
00:11:55: Und da ist es halt immer schön, wenn man tolles Team hat an dem man eigentlich auch täglich arbeitet ihnen Aufmerksamkeit schenkt wünsche ihnen auch erfüllt.
00:12:05: das ist derselbe wie bei die Gäste und Eigentlich schaut dass es ihnen gemeinsam gut geht.
00:12:14: also wenn man es schafft dass man ein Team hat, die was gemeinsam kämpfen und das ist in der Gastronomie so.
00:12:20: Wir haben Stoßzeiten!
00:12:22: Da ist es ab und zu anstrengend also da müssen wir auch richtig Gas geben.
00:12:27: Es ist Stoßenzeit aber danach wieder zu sagen Boah super das haben wir gemeinsam geschafft.
00:12:34: Das bewirkt ja auch etwas in einem Menschen weil du bist in einem Team.
00:12:37: Das ist wie Fußballmannschaft.
00:12:39: Schafft man auch nur gemeinsam oder wie Teamsport eigentlich?
00:12:43: und das betreiben wir jeden Tag.
00:12:45: Und da ist es schön, wenn du dann siehst, dass Sie zusammenwachsen, dass Freundschaften sich entwickeln, dass sie auch privat was unternehmen gemeinsam – und wenn man das geschafft hat oder wenn man als Chef in der glücklichen Lage ist ein Team im Betrieb zu haben, das so zusammenarbeitet, dann
00:13:05: muss man….
00:13:05: Hat man Natural Happiness überall?
00:13:08: Genau!
00:13:09: Dann ist es auch für uns wunderschön.
00:13:11: ja
00:13:12: Gibt es irgendeine Geste, die du in Erinnerung hast, die mal deine Mitarbeiterin gemacht hat?
00:13:18: Die ist super zu eurem Konzept fast Natural Happiness.
00:13:22: Wo du dir gedacht hast, man das ist schön und das kann in keinem Handbuch stehen sondern das kommt da wirklich von tiefstem Herzen.
00:13:29: Ja klar wir haben.
00:13:32: also sind die kleinen Sachen.
00:13:35: wenn Wenn's dann mal wieder an Lerling siehst, der was vielleicht schon ein paar Jahre weg ist von dir und der ist dann echt zum jungen Erwachsenen gekommen.
00:13:44: Und hat gesagt hey jetzt hab ich schon bisschen was mehr gesehen aber ihr seid es mir tagtäglich in Erinnerung Es sind ganz besondere Momente also Gänsehautmomente wo ich mir da nicht mehr denke okay passt cool haben wir eine Bisse haben wir etwas bewirkt haben wir immer tolle Ausbildung gegeben und du lebst dann ja indem ein bissel weiter.
00:14:05: Aber es sind natürlich auch die Abschlussfeiern immer mit den Teams, wo man dann schon von den Mitarbeitern öfters was mit zurückbekommt und dann auch wieder denken.
00:14:17: Also wer der auch als Chef wird, wird man ja auch gerne gesehen.
00:14:21: Das ist ja überall das selbe.
00:14:23: Auch wir bekommen ganz gern mal Aufmerksamkeit.
00:14:25: Und wenn du dann vom Team einmal Danke sagen kriegst oder sowas freust dich genauso...
00:14:30: Also dieses Natural Happiness zieht sich durch oder vom Gast zu den Mitarbeitern, zu den Gastgebern.
00:14:37: Da freut sich jeder treu mal
00:14:39: an!
00:14:39: Wenn du dich jetzt zurückerinnerst als ihr den Nestlehof eröffnet habt, verglichen mit heute.
00:14:45: Das sind ja schon einige Jahre vergangen.
00:14:47: Wie haben sich da die Wünsche und die Erwartungen der Gäste in dieser Zeit verändert?
00:14:53: Jetzt im November werden wir fünfzehn Jahre alt.
00:14:57: Ja, es hat sich schon sehr viel verändert.
00:14:59: Also ich glaube das früher Luxus sehr viele materialistische Sachen waren also schön neu gebaute Sachen schöne Restaurants gute Küche großes Buffet und mir kommt vor jetzt hat es ein bisschen geändert oder jetzt ist eigentlich der purer Luxus ist sehr menschlich geworden.
00:15:22: Das, was unser Familien- oder Familiengeführtenhotel so ein bisschen in die Karten spielt ist, dass Luxus eigentlich jetzt sehr menschlich geworden ist.
00:15:34: Und das es dann auch um sehr viele Softfacts geht wie kleine Überraschungen, wie eine tolle Yoga-Lehrerin, wie einen guten Kaffee, Cocktailmixen an der Bar.
00:15:48: also unsere... Barkeeper sind auch immer diejenigen, die was dann an meinen Spezienkoktel machen oder eben das auch gerne machen.
00:15:58: Das sind Gastfragen.
00:15:59: her auf was hast du Lust?
00:16:01: Ich meine ich habe eine große Karte aber auf was hasst denn richtig Lust!
00:16:05: Ich zauber dir etwas für dich.
00:16:07: Sagen wir mal was du gerne magst.
00:16:09: Die Sachen sind sehr menschlich und funktionieren recht gut.
00:16:13: Sie wissen ja auch die Mitarbeiter dass wir das gerne mögen.
00:16:16: Und ich glaube das ist der Luxus jetzt geworden auch hinhört und das macht.
00:16:21: Jetzt denke ich mal, es gibt so viele Hotels, so viele Wellness-Hotels auch.
00:16:27: Was macht ein Wellness-hotel heute eigentlich noch unverwechselbar?
00:16:32: Wie kann man da sie abheben im Vergleich vor allem?
00:16:37: Wir haben ganz tolle Kollegen und Betriebe gerade jetzt im Salzburger Raum mit dem wir uns sehr gut verstehen.
00:16:47: Aber ich glaube jedes Hotel darf für sich seine Besonderheit sein oder wenn der Chef auch seine Eigenheiten ins Hotel mit einbringt, seine Wertigkeiten.
00:17:00: Dann macht er den Betrieb einzigartig und ich glaube ganz wichtig ist dass man das auch gut kommuniziert was so meine wichtigen USP-Sinn oder was für mich am wichtigsten ist.
00:17:16: Und wenn ich das im Gast transportieren kann, dann finde ich auch den richtigen Gast.
00:17:23: Dann passt es ganz gut, dass er jeder besonders ist auf seine Art und dann seine Gäste findet.
00:17:31: Weil so unterschiedlich wie wir in Wellness-Hotels sind, so unterschiedliche sind ja die Bedürfnisse von der Gästin.
00:17:39: Von dem freu ich mich immer, weil wir Gästen begrüßen dürfen, was genau sagen, habe ich mir gewünscht, oder genau das habe ich gesucht und genau das hab' ich jetzt bei euch gefunden.
00:17:52: Wenn du dir als Gastgeber mal ganz kurz beschreibst eure Besonderheit was macht EURCH denn so aus?
00:17:59: Ja, wir sind es am Ende des Jahrhunderts gestartet und wir haben dann immer gesagt oder wir sind eigentlich in die Planung reingebaut gegangen Wir bauen unseren Urlaub, unseren Traumurlaub Und was ist uns wichtig im Urlaub?
00:18:13: Der Hermann ist gelernter Koch.
00:18:16: Ganz klar, Kulinarik brauche ich bei uns immer.
00:18:20: Brauche ich im Urlaub auch immer.
00:18:22: Aber wir gehen immer um gutes Essen und ich bin somit je.
00:18:26: Wir trinken auch gerne mal ein gutes Glas Wein dazu.
00:18:30: Wie man gut erkennen kann in Betrieb ... Ich liebe Freiraum, Platz, Licht.
00:18:38: Das
00:18:39: zieht sich wirklich durch!
00:18:40: Ja,
00:18:41: das ist einzigartig.
00:18:42: Es ist
00:18:42: ganz wichtig jeder dass er sein frei haben seinen Platz hat.
00:18:45: es ist uns auch sehr sehr wichtig und natürlich eine gewisse Großzügigkeit und dann auch dieses alles können nichts müssen.
00:18:55: also man kann glaube ich bei uns richtig gut nix tun.
00:19:00: aber wir haben auch ganz viele Gäste die was im Urlaub richtig viel machen und das ist so der der Wunsch oder für das möchte ich eigentlich stehen.
00:19:08: also du kannst bei uns echt Tage lang nichts tun und dir wird nicht langweilig.
00:19:13: Und du kannst aber dich spattlich aktiv betätigen, du kannst massieren, Kosmetikanwendungen... Wir haben natürlich im Tal der Almen mit Sommerwandern, Radfahren und Co.
00:19:25: viele Möglichkeiten und im Winter direkt neben der Schiebpiste ist natürlich Wintersport bei uns auch sehr wichtig!
00:19:33: Und jetzt möchte ich mit dir darüber reden, was es bedeutet als Familienhotel zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.
00:19:39: Ich habe deine Tochter auch schon kennengelernt die Lisa ist ja auch schon im Hotel also im Marketing.
00:19:45: Die anderen beiden sind da auch schon involviert oder machen ganz was anderes?
00:19:50: Also die drei sind jetzt einundzwanzig achtzehn und sechzehn.
00:19:56: Und die zwei Kleinen sind noch in der Tourismusschule Aber arbeiten eigentlich alle drei mit, sie sind alle im Tourismus.
00:20:05: Wir haben es ihnen glaube ich gut vermittelt dass es doch was Besonderes ist und man wächst so hinein.
00:20:13: Es hat natürlich auch Zeiten gegeben wo Sie mehr gesehen haben das wir nicht zu viel Zeit haben Dass wir nicht soviel auf Urlaub sind, dass wir einfach im Aufbau sind.
00:20:24: aber mittlerweile sind wir soweit sehr stolz auf das Sinn, was wir geschafft haben und sie tragen es sehr gut mit.
00:20:35: Wir kriegen schon richtige Feedbacks!
00:20:37: Und da fahren wir jetzt näher drauf eingehen.
00:20:39: Kommt kurz Musik und in der Zeit wechseln wir schnell den Setting und wechseln in die schöne Suite-Zimmer.
00:20:45: Zwei Null Acht ist das glaube ich.
00:20:56: Wow, jetzt sitzen wir da in dieser schönen Suite Und wenn man sich so umschaut, merkt man das eigentlich sofort.
00:21:02: Zumindest wenn wir dann drüber streifen dass es ganz hochwertige Materialien sind.
00:21:07: Das sind natürlich Rieseninversationen die da auch getätigt werden.
00:21:12: Gab's mal eine Idee, wie wirtschaftlich vielleicht sinnvoll gewesen wäre?
00:21:17: Wo ihr dann aber entschieden habt, na das passt nicht zu euch, das macht man nicht!
00:21:22: Also wenn man Zimmer baut ist das immer wirtschaftlicher und natürlich könnten wir noch mehr Zimmer bauen.
00:21:28: Aber ich glaube, dann verlieren wir so ein bisschen unsere Einzigartigkeit.
00:21:32: Was wir gerne hätten für jeden Gaster-Liege im Wellnessbereich und das alles.
00:21:38: Also gerade diese Großzügigkeit ist für mich eigentlich langfristig wirtschaftlicher.
00:21:45: Und es gibt immer wieder paar Situationen wo man denkt okay das wäre jetzt optimal oder so kann man gut Geld verdienen.
00:21:55: aber ich glaube man sollte immer So ein bisschen bei dem System bleiben, was man weiß.
00:22:00: Dass einem selber gut tut... Für mich ist es auch immer ganz wichtig, dass der Gast irgendwie weiss, das ist jetzt mein Zuhause und ich bekomme Gäste in meinem Zuhaus.
00:22:17: Ich bin Gastgeber.
00:22:18: Das heißt, es ist auch dein Stil oder?
00:22:21: Ja
00:22:22: genau!
00:22:23: Und jeder will sich wohlfühlen zu Hause Und das ist mir ganz wichtig, dass ich mich als Gastgeber wohlfühle zu Hause und das gern repräsentiere.
00:22:35: Wie es bei mir sein sollte oder wie es ich gerne habe.
00:22:38: Also ich bin ja ziemlich stark dabei, dass Ich sage genau mein Leben.
00:22:44: Das ist wie mein Urlaub, so stelle ich mir vor.
00:22:47: Und mich freut es voll wenn das matcht und du genauso denkst dass genau für dich eigentlich Erholung ist oder du magst es dann ist das für mich ganz wichtig.
00:22:58: und drum glaube ich passt doch nicht jeder Gast zu uns zum Nesslerhof.
00:23:04: die Zeit geben wir uns aber auch dass man unsere Gäste finden die was sagen ja genau das genau so stell ich's mir vor und dann geht es nicht um Wirtschaftlichkeit, sondern schon auch um Lebensqualität.
00:23:18: Und eigentlich bedeutet das du hast vor allem Gäste also zumindest jene die dann wiederkommen, die so ein bisschen ähnlich wie du notieren oder zumindest den Geschmack haben wie du?
00:23:28: Genau!
00:23:29: Das ist ja praktisch da schon
00:23:31: schön, gell?
00:23:31: Da entstehen
00:23:32: ja vielleicht sogar Freundschaften.
00:23:33: Ja natürlich!
00:23:35: Und auch dieses Feedback von die Gäste... Wir haben so einen kleinen Hotel-Shop wo wir die Sachen verkaufen was wir auch so haben und dekorieren.
00:23:43: und ihr müsst dann sagen Frau Neutiker ich habe einen kleinen Nestlerhof zu Hause und ich denke mir immer Boah ist das schön.
00:23:50: Das ist so ein Riesenkompliment, die sagen das zwar so aber die wissen glaube ich ab und zu gar nicht was mir das bedeutet.
00:23:55: wenn wer sagt hechtig sowie du und ich mag es auch das ist für mich wo ich immer denke boah ist dass schön du brauchst dich im Leben nicht verstellen Du kannst das tun was dir Spaß macht und das kommt sogar noch
00:24:09: an.
00:24:10: Das heißt, das Hotel darf auch inspirieren oder ist es auch so ein bisschen dein Zugang?
00:24:14: Voll
00:24:15: gern.
00:24:15: Also jeder der was mich fragt wo kriegt er das oder dass?
00:24:18: oder ich gebe immer alles weiter weil ich denke mir, ich finde das so schön!
00:24:22: Okay, ich habe eine Frage.
00:24:23: Wo hast
00:24:24: du dich vorhin her?
00:24:26: Die Streichhuber.
00:24:28: Okay, das heisst jetzt doch sehr viele Regionale... Lieferanten und so ein, verrät es auch gleich.
00:24:35: Was man auch aufgefallen ist – ich glaube das bist du auch typisch.
00:24:38: Man lernt dich wirklich kennen wenn man im Hotel ist!
00:24:40: Und wie wir gerade gewechselt sind in dieses Zimmer hast du gesehen, da liegen noch keine Äpfel.
00:24:46: mir wäre das jetzt gar nicht aufgefallen.
00:24:48: Du hast sofort zwei Äpfeln hergelegt weil das hätte gefehlt.
00:24:51: dieses Detail Wie wichtig sind denn Details?
00:24:54: In dem ganzen Spiel um Gäste da zu flaschen, um sie dazu zu bringen.
00:25:00: Sich zu denken, wow!
00:25:02: So möchte ich auch wohnen.
00:25:03: Da fühle mich zu Hause.
00:25:05: Da will ich
00:25:05: wiederkommen.".
00:25:07: Ich glaube es sind die Kleinigkeiten wirklich, die was ab und zu das Besondere ausmachen oder auch dich dann runterholen von deinem Stresslevel.
00:25:18: Aber ich glaube es gibt viele Kleinigkeiten und jeder ist für etwas anderes empfänglich.
00:25:21: also ich mag's gerne wenn es sauber ordentlich ist Ja, wenn das schon so ist was ich eben auch gerne mag.
00:25:30: Wenn ich das so repräsentieren darf oder kann genauso wie es ist also auch bei Fotoshooting extra große Blumenstreuse oder sowas... Das ist es dann nicht und das mache ich dann eigentlich auch nicht.
00:25:42: Das heißt wir sehen jetzt die echte Version so wie's immer ist?
00:25:45: Genau!
00:25:47: Jetzt hast du gerade angesprochen, du wünschst dir, dass die Gäste sich da wirklich wohlfühlen.
00:25:51: Dass sie runterkommen, dass sie am Ende Entstress quasi nach Hause fahren?
00:25:57: Wie ist denn das bei dir?
00:25:58: Du schenkst das den Menschen aber wie gelingt ihr das selbst?
00:26:02: Also ja ich glaube, dass ich doch in einem gewissen Stress Level bin was eigentlich zu viel ist.
00:26:13: Ich sehe es aber auch teilweise als positiven Stress.
00:26:17: Ich sehe es nicht burn out gefährdet jetzt gleich mal so gesagt, sondern ... Es tut mir so gut das zu machen was ich gerne mache.
00:26:28: Also es macht mir richtig Spaß!
00:26:29: Ich baue leider auch gerne.
00:26:32: also ich liebe Architektur bauten umbauten.
00:26:35: Sie ist eher ein sehr kostspieliges
00:26:37: Hobby.
00:26:38: Deshalb das Leider?
00:26:40: Sehr kostspielliges Hobby.
00:26:41: also wenn du mich fragst ich könnte noch drei Hotels bauen aber... Wir bleiben mal bei dem, was wir so können.
00:26:51: Aber ich muss es noch lernen, ein bisschen runterzukommen von meinem Stresslevel und ein bissel ... Ich brauche auch meinen Mann öfters dazu, der was jetzt sagt, komm, wir gehen auf den Berg.
00:27:01: Und ich sag dann öfter, ich hab aber noch gesagt, ja, wir geh'n jetzt und hast die recht!
00:27:07: Dann ergänzt ihr euch wieder
00:27:08: gut?
00:27:09: Ja, ergänzen uns da sehr gut und ich brauch das echt.
00:27:12: Also du auch sehr gern fotografieren Und da hab ich's auch jetzt gemerkt schon, wenn ich dazu sehr in meinem Stresslevel drinnen bin.
00:27:21: Dann wird das nix und das holt mich, das erdet mich sehr.
00:27:26: Das heißt du könntest eigentlich selber auch mal einfach einchecken im Hotel bei euch oder?
00:27:30: Dass mal da in die Ruhe kommen geht nicht.
00:27:35: Ich glaube, dass ich daheim voll in die Ruhe kommen würde.
00:27:38: Ich hab's leider auch schon mal erlebt drum, glaub' ich lebe das so, wo auf Urlaub eigentlich nicht runtergekommen bin von meinem Stresslevel.
00:27:47: Wunderschönes Hotel!
00:27:48: Top-Service aber... ...ich habe es noch geschafft und darum ist mir das so wichtig auch, dass die Gäste bei uns entschleunigen.
00:27:57: Und ich hab auch diesen Sommer einen Gast gehabt der was den... Das haben wir nicht geschafft.
00:28:04: Ich glaube, er wollte nicht.
00:28:06: Ich habe viel versucht.
00:28:07: Er wollte nicht und ich habe gesagt mir ist es so wichtig dass ihnen gut geht und dass sie entspannt nach Hause kommen.
00:28:14: Und wenn Sie hier den Ort nicht haben dann machen Sie sich auf die Suche.
00:28:19: schauen Sie das.
00:28:19: Sie runterkommen von Ihrem Level.
00:28:21: Die Zeit ist so wichtig im Urlaub.
00:28:23: Schauen Sie dass Sie Den Platz den Ort finden der sie entschleunigt.
00:28:29: Und ich glaub, der Gast war so schockiert über meine Aussage.
00:28:32: Dass ich ihm sage okay wenn du dich hier nicht wohlfühlst, wenn das nicht matcht dann such dir bitte einen Platz wo es dir gut geht.
00:28:41: Ich glaube das hat ihm so zu denken gegeben dass er dann geblieben ist und sich auch dann ... Der ist auch runtergekommen.
00:28:51: Und beim Check-out bin ich dann noch mal hingegangen und hab gesagt, alles gut.
00:28:54: Alles in Ordnung.
00:28:56: Dann hast du auch echt diese Erleichterung ein bisschen drin gesehen?
00:29:01: Okay, der hat das vielleicht jetzt ein bissel gebraucht, dass er gesagt hat ... Dass ihm wer gesagt hat, hey komm runter jetzt mal!
00:29:09: Jetzt ist Urlaub.
00:29:11: Schau mal wo du gerade bist und schau mal, dass es genießt.
00:29:14: Ich glaube, ich hätt's mir so gewünscht da zumal in meinem Urlaub auch, Hey Tina, jetzt komm runter.
00:29:22: Es läuft daheim!
00:29:23: Es ist alles gut.
00:29:24: Jetzt schauen wir auf dich.
00:29:26: Also man darf auch echt mal ehrlich sein zu den Gästen?
00:29:29: Oder weil es kommt für mich jetzt rüber... ...es liegt ja wirklich was dran das jemand in diese Erholung kommt.
00:29:34: Ja klar.
00:29:35: Wenn ihr jetzt wirtschaftlich denkt dann würde ich sagen okay der soll jetzt da seine fünf Tage Urlaub machen danach kann ich kasieren und alles gut.
00:29:43: aber mir ist wirklich also Ich glaube man hat so wenig Zeit in seinem Leben, die was man mit Familie und Freunde verbringt.
00:29:54: Die was man richtig genießt also mal bewusst auch.
00:29:58: Und darum ist es so wichtig dass man sich die Zeit nimmt das man entschleunigt und dass man es genießet.
00:30:04: Also dass man in dieses System kommt, dass man ehrlich lachen kann und einfach mal da sitzen kann und nichts tun kann.
00:30:12: Es ist so schön wenn man das erlebt.
00:30:15: es tut so gut.
00:30:17: Was hatte ich denn eigentlich Denn das gehe man da sein, so gelehrt was man in keinem Management-Lehrbuch lesen könnte.
00:30:25: Also ich habe auch ein bisschen etwas erlebt in meinem Leben.
00:30:29: Positiver wie negativer Dinge und ich hab eigentlich immer relativ viel drauf auf mein Bauchgefühl gehört.
00:30:37: Ich habe viel mit meiner Mama drüber gesprochen dann immer wieder Und ich habe meine Lehren draus gezogen von guten und schlechten Momenten.
00:30:45: Und das ist das, wo ich immer sage, okay ... Ich lerne nicht alles persönlich zu nehmen.
00:30:53: Ähm ... sind Momentaufnahmen.
00:30:56: Und äh, ich werde mich immer bemühen, mein Bestes zu geben.
00:31:01: Das gebe auch meinem Team mit, wo er sagt, wenn jetzt mal was nicht gut läuft oder am Abend etwas zu lang dauert oder sonstige Sachen, wir begeben unser Bestes?
00:31:13: Wir versuchen es, das nächste Mal anders zu machen.
00:31:16: Aber wir werden's jetzt nicht persönlich nehmen und sagen, okay, wir sind schlechte Menschen oder wir sind zu schwach oder so was.
00:31:23: Das immer auf gar keinen Fall wichtig ist, dass wenn du mal was nicht so gut geschafft hast oder sowas, dass deine Lehre draus ziehst.
00:31:30: Und dass das nächstes Mal ... Wenn du in der Situation bist dann sagst, okay desmal mach ichs besser?
00:31:37: Ist es auch etwas, dass du deinen Töchtern mitgebst?
00:31:40: Natürlich!
00:31:42: Was sagst du denn deinen Töchtern gern, weil du hast gesagt alle drei sind quasi im Tourismusbereich.
00:31:47: Warum das die beste Entscheidung ist und warum das aber natürlich auch manchmal eine herausfordernde Entscheidung sein kann?
00:31:54: Ich finde dass der Tourismus so ein schöner Berufswelt ist.
00:32:01: Wir haben es eigentlich mit Personen zu tun, die was gerade ihre beste Zeit, ihre Relaxzeit erleben möchten.
00:32:08: Urlaub ist doch etwas Besonderes!
00:32:11: Also dementsprechend leben wir eigentlich in einem Umfeld, wo immer was Gutes passieren sollte und wo es um schöne Momente geht.
00:32:19: Um Erholung, um Glück, um gemeinsame Gespräche und das alles.
00:32:24: Das ist ein ganz toller Ort.
00:32:26: Darum mag ich das auch nicht so gern wenn die Branche immer so schlecht geredet wird.
00:32:32: Ich glaube dass das etwas ganz Besonderes ist und dass sie das auch lernen dürfen und selber auch erleben dürfen.
00:32:43: Also das ist schon auf mir wichtig, dass man nicht nur von Urlaub predigt sondern auch selber Urlaub dann auch macht.
00:32:50: Und da bin ich bei meiner Töchter ein bisschen mehr dahinter, dass die bisschen mehr sehen wie wir.
00:32:55: Vielen Dank Tina!
00:32:56: Ich glaube du hast vielen ganz wertvolle Tipps egal in welcher Branche sie arbeiten mitgegeben und wahrscheinlich auch viel Lust gemacht dich kennen zu lernen und dich lernen wir offenbar am besten kennen, wenn man einfach dein Hotel besucht.
00:33:09: Das bist wirklich du vom Stil und von der Herzlichkeit von diesem ehrlichen Lachen!
00:33:15: Und ein Kompliment möchte ich auch noch gerne geben weil ich habe jetzt schon mit ein paar Mitarbeiterinnen Kontakt gehabt und jeder Einzelne hat dieses ehrliche Lachen.
00:33:26: das ist aber nichts was man kaufen kann oder?
00:33:30: Passiert irgendwann, wenn man da bei euch ist oder wie kann ich das verstehen?
00:33:33: Ich weiß es nicht.
00:33:35: Vielen Dank!
00:33:36: Also ich glaube dass uns allen gut geht also wir sind mühne und gute Arbeitgeber zu sein, dass wir dann weiterhin ein guter Gastgeber sind und genießen das sehr wenn wir tolle Mitarbeiter und tolle Gäste bei uns in unserem Haus willkommen heißen dürfen.
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