#249 Wie gelingt Höchstleistung ohne Selbstausbeutung, Isabelle Bietenholz?

Shownotes

Höchstleistung, aber gesund, bitte   Viel erreichen. Den eigenen Beruf lieben. Für die Familie da sein. Und dabei bitte gesund, gelassen und voller Energie bleiben. Geht das überhaupt?

Ja. Aber nicht, indem wir noch effizienter funktionieren. Isabelle Bietenholz hat bereits mit Anfang zwanzig ihre erste Werbeagentur gegründet, später erfolgreich verkauft und weitere Unternehmen aufgebaut. Heute leitet sie das Zentrum für integrative Medizin JIVITA in Zürich und weiß aus eigener Erfahrung: Erfolg wird gefährlich, wenn wir unseren Wert an unsere Leistung koppeln und selbst Pausen nur noch als Zeitverschwendung betrachten.

In dieser Folge erfährst du:

  • woran du erkennst, ob dich gesunde Ambition oder Getriebenheit antreibt
  • welche Anzeichen auf einen High-Functioning Burn-out hindeuten
  • warum Balance nicht an einem einzelnen Tag, sondern über Monate entsteht
  • weshalb 90 Minuten konzentriertes Arbeiten wirksamer sein können als ein ganzer Tag im Multitasking-Modus
  • wie ein täglicher Check-in mit dir selbst bessere Entscheidungen ermöglicht
  • was gegen das schlechte Gewissen beim Pausemachen hilft
  • und wie Erfolg aussehen kann, der nicht nur Energie kostet, sondern auch neue freisetzt

Ein Gespräch für alle, die viel bewegen möchten – ohne sich dabei selbst zu verlieren.

**MACH ES! versteht sich als Karriere- und Lifestyle-Podcast. Die Inhalte spiegeln die persönlichen Erfahrungen und Meinungen der Gesprächspartner wider.

Transkript anzeigen

00:00:06: Mach es, der Karriere und Lifestyle-Podcast von Die Macher mit Menschen die bewegen.

00:00:13: Heute als dein Host Susanna Winkelhofer.

00:00:19: Wann wird aus gesundem Ehrgeiz ungesunder Druck?

00:00:24: Wie können wir Höchstleistung bringen ohne unsere Gesundheit unserer Beziehungen und unsere Lebensfreude dafür zu opfern?

00:00:33: Und wie sieht Erfolg aus, der uns nicht ausbrennt sondern Energie gibt?

00:00:39: Darüber spreche ich heute mit Isabel Bietenholz.

00:00:42: Sie hat mehrere Unternehmen gegründet, ihre erste Werbeagentur erfolgreich verkauft und sie leitet heute das Zentrum für integrative Medizin Givita in der Schweiz im Zürich.

00:00:55: Sie ist Ayurveda-Komplementärtherapeutin Mutter von zwei Kindern und Koautorin des Buches Living Well Now.

00:01:06: Wir sprechen natürlich über ihre eigene Entwicklung, über ihren Weg und über die Frage wie wir viel erreichen können ohne uns dabei selbst zu verlieren.

00:01:17: Dann sage ich jetzt mal ein herzliches Hallo nach Zürich lieber Isabel!

00:01:21: Hallo zusammen!

00:01:23: Danke vielmals für die Einladung.

00:01:25: Ich freue mich sehr auf unser Gespräch.

00:01:27: Ja, ich freue mich auch und das Gespräch.

00:01:29: Wir haben uns dann geeinigt, Firma auf Deutsch.

00:01:31: Du behauptest ja, Deutsch ist für Schweizer eine Fremdsprache?

00:01:35: Das glaube ich dir immer noch nicht ganz... Doch,

00:01:37: das ist so!

00:01:40: Du merkst es sofort und die Hörerinnen und Hörern werden es auch merken.

00:01:43: der Dialekt ist so stark Und wenn ich jetzt auf Schweizer Deutsch sprechen würde Dann würden die Höhrerin und Höher fast nichts verstehen.

00:01:53: Also wirklich ne Fremdsprache.

00:01:54: Ich geb mir aber sehr fest Mühe

00:01:56: Und das wär so schade, wenn man nix versteht.

00:01:58: Weil ich weiß jetzt schon nachdem ich das Buch mir anschauen hab dürfen dass es sehr spannend wird.

00:02:03: Dann starten wir gleich mal mit uns zum kleinen Wordtrap und schauen wir mal ob du dich jetzt auf Switcher... Nein wie sagt man?

00:02:09: Schweizer-Dütsch?

00:02:10: Schwezer-Dütsch!

00:02:12: Schwezerdütsche antwortest oder auf Deutsch?

00:02:25: Erfolg ist gesund WEN wenn

00:02:27: er mir Energie gibt und nicht dauerhaft Energie wegnimmt.

00:02:33: Woran merkt deine Familie zuerst, dass du grad so viel trägst?

00:02:37: Ja also die merken das ganz schnell und zwar sofort weil ich werde leiser Ich bin mehr bei mir.

00:02:44: Also meine Gedanken drehen um irgendein Thema

00:02:48: Und ich

00:02:48: bin nicht fokussiert und präsent bei der Familie Sofort spürbar.

00:02:53: Wie schäst du dich vor, ohne deinen beruflichen Weg zu erwähnen?

00:02:57: Also wer bist du, wenn du ohne eben deinem Beruf zu lernen?

00:03:02: Ich glaube ich würde sagen, ich bin ein sehr neugieriger Mensch.

00:03:06: Ähm...ich liebe Menschen!

00:03:09: Ich liebe aber auch das Thema Gesundheit und die Kombination aus Menschlichkeit und Freude.

00:03:15: Das gehört irgendwie so zusammen also das würd' ich sagen.

00:03:18: Welches Nein hat dir am meisten Freiheit

00:03:21: gegeben?!

00:03:22: Weil für viele gut, dass absolut nein zum Perfektionismus.

00:03:27: Seitdem ist vieles einfacher geworden!

00:03:31: Gibt es da einen Trick?

00:03:33: Ich glaube einfach auch liebevoller und großzügiger zu sich selbst sein.

00:03:38: Wenn man seine Freundin oder ... sein Kind ein Rat gibt, dann ist man auch viel liebevoll und nicht so streng wie man mit sich selbst ist.

00:03:47: Das kennt jeder von uns und ich glaube da ein bisschen vom Pedal wegzugehen das tut gut.

00:03:53: Es macht es leichter!

00:03:55: Ein Ritual dass du verteidigst wie einen wichtigen Geschäftstermin in deinem Kalender?

00:04:01: Ja ganz klar meine Morgenmeditation Da gibt es keinen Wenn oder Aber und die Spaziergänge mit unserem Hund.

00:04:08: Das sind wirklich keine freien

00:04:11: Lücken

00:04:11: sozusagen in meiner Agenda, sondern das ist wirklich so ein Termin mit mir selbst.

00:04:16: also schon wichtig.

00:04:18: Was kannst du heute delegieren dass du früher unbedingt selbst machen wolltest?

00:04:22: Fast

00:04:23: alles operative.

00:04:24: Also ich versuche alles operative abzugeben.

00:04:27: Es gelingt mich auch nicht immer.

00:04:29: Also es gibt immer wieder kurz Einsätze oder Ausfälle wie das Leben halt so ist, aber in der Regel versuche ich da wirklich Raum zu schaffen.

00:04:39: Und ich weiß heute auch für Trauen viel besser als Kontrolle.

00:04:44: also es funktioniert einfach dann am Schluss auch im Team viel besser.

00:04:49: Wann warst du zuletzt so vertieft dass Du die Zeit vergessen hast?

00:04:53: Eigentlich heute!

00:04:54: Die Zeit ist schon so schnell vorbei heute Morgen.

00:04:56: Ich bin vom Urlaub zurückgekommen.

00:04:58: heute In Italien waren wir sehr schön und haben mich super gut erholt Und in der Regel vergesse ich die Zeit, wenn ich ein gutes Buch lese.

00:05:08: Ich lese sehr gern und da geht die Zeit einfach.

00:05:11: Dann muss ich dich jetzt noch nach deinem Buchtipp fragen was würdest du uns gerade so empfehlen außer dein eigenes Buch?

00:05:17: Ja ja also ich habe gerne Romane gelesen also Polina zum Beispiel für Polina?

00:05:25: Ja genau das

00:05:26: ist der besten Bücher.

00:05:28: Ja, genau.

00:05:29: Ist sehr traurig aber ja ... Sehr schön!

00:05:32: Ich habe noch die Hummerfrau gelesen und die zwei Rieseln.

00:05:36: also ich bin so,

00:05:37: ja... Wow!

00:05:39: Sehr cool!

00:05:40: Woran erkennst du am Abend?

00:05:42: Das war ein guter

00:05:43: Tag.

00:05:44: Schon wenn ich etwas bewegen konnte dann und am Abend trotzdem Energie hab für meine Familie.

00:05:51: Also wenn dieses Beides da ist, dann habe ich einen ganz guten Tag erlebt.

00:06:05: Isabel, wenn du deine Karriere nicht in so klassisch in Stationen erzählst sondern in inneren Antreibern.

00:06:13: Was hat die junge Isabel angetrieben?

00:06:16: Die sieben und neunzig ihre erste Agentur gegründet hat.

00:06:20: Und was treibt dich im Vergleich dazu heute an?

00:06:23: Ja es war wahrscheinlich immer noch sehr viel ähnliches.

00:06:28: Ich war extrem jung.

00:06:29: ich war zwanzig Als ich da auf dem Weg war mit der Werbe-Aventur, für mich war es wichtig etwas umzusetzen.

00:06:41: Etwas zu bewegen, etwas zu gestalten und auch Selbstverantwortung für mein Leben zu übernehmen.

00:06:48: Ich glaube das ist etwas was sich jungen Gründerinnen und Gründern immer wieder sagen.

00:06:55: Es ist ein Geschenk wenn wir die Freiheit haben Verantwortung für unser Leben zu übernehmen.

00:07:02: Das ist Freiheit und das hat mich sehr getrieben, das treibt mich heute noch an.

00:07:10: Ja aber natürlich macht man Moves in dieser Entwicklung.

00:07:14: also ich möchte jetzt mein Geschäft heute nicht mehr so führen wie ich das getan habe mit zwanzig.

00:07:21: Das entwickelt sich, man entwickelt sich auch selber und es ist auch ein ganz andere Branche als auch ein anderes Verständnis

00:07:29: dahinter.

00:07:29: Du hast dir deine Agentur nach sieben Jahren verkauft, du hast weitere Unternehmen gegründet und dann eben später mit Givita nochmal ein völlig neues Feld betreten.

00:07:41: Welche diese Veränderungen war?

00:07:42: jetzt äußerlich zu einem Karrierschritt innerlich aber eigentlich so eine Rückkehr zu dir selbst?

00:07:49: Ja das war der Schritt zu Givitas.

00:07:51: also ich muss auch sagen Ich bin ja aus einem Grund in die Komplementarmedizin gerutscht.

00:07:58: Ich hatte von einem Geburtsfeller her wirklich gesundheitliche Probleme, somit Mitte zwanzig in der Agenturzeit noch.

00:08:10: Das war okay und das kam dann wahrscheinlich schon auch wegen zu viel Druck und zu viel Stress kann die Beschwerden deutlich stärker zum Tragen.

00:08:24: Ich musste dann wirklich auch drei Operationen mehr unterziehen und habe da die Akutmedizin auf sowas von Schätzen gelernt, also auch die Schulmedizin was sie leisten kann.

00:08:37: Gleichzeitig aber das war ein sehr weisel Arzt hier ruhig der hat mir dann gesagt Sie sind noch viel zu jung für eine klassische Reha.

00:08:47: machen Sie etwas sonst für sich.

00:08:50: Und dann hat eine Freundin von mir mir den Tipp gegeben, in einer IUW-Dakur zu gehen.

00:08:55: Das war der Start!

00:08:56: Ich bin also selbst als Patientin in Deutschland im Kurhaus und habe da eine zwei Wochen Kurse über mich ergehen lassen.

00:09:08: Es war auch sehr schön und ich kam raus wie neu geboren.

00:09:11: Ich hatte so viel Energie.

00:09:14: Sie gesagt, es gibt's gar nicht.

00:09:15: Du kennst die Durazella, diese Spielzeuge wie eine neue Batterie drin!

00:09:20: Das war so mächtig und ich musste dann aber noch zwei weitere Operationen über mich ergehen lassen.

00:09:28: Ich bin dann jedes Mal wieder hingegangen.

00:09:31: Dann hat man ja das Gefühl vielleicht ist das zweite mal nicht mehr so gut Oder das dritte Mal.

00:09:36: Es war jedes mal wirklich so eindrücklich, was es mit mir gemacht hat wie viel Energie ich gewonnen habe.

00:09:43: So jedesmal anders aber so gut dass sich beim dritten Mal dann gesagt hab so das lerne ich jetzt und das war der Grund für mein Ayurveda-Studium, dass ich dann als Komplementärtherapeutin abgeschlossen hatte.

00:09:57: Und dann kam natürlich die Idee das in die Welt zu bringen

00:10:01: Und du hast es vorhin so ein bisschen beschrieben, die Beschwerden, die gekommen sind.

00:10:05: Die waren lange unter der Oberfläche ist nichts gemerkt und dann vielleicht auch durch den zunehmenden Druck.

00:10:12: Ist das so was Typisches?

00:10:13: Dass wir lange oft über Jahre, Jahrzehnte Dinge gar nicht spüren oder merken weil wir im Flow drin sind oder weil wir eh voller Energie noch sind und plötzlich kommen die dann hoch?

00:10:27: Ja ganz klar!

00:10:28: Also ich denke man ... Der Körper, wenn wir auf dem Körper hören würden, dann würde es nicht so weit kommen.

00:10:37: Wir spüren uns ja nicht mehr!

00:10:39: Wenn wir unter diesem Hamsterrad bringen sind... Wir geben unseren Raum nicht und das ist auch das was wir in den Buch beschreiben.

00:10:46: Wir brauchen Raum für Pausen weil die Pause hilft uns zu spülen.

00:10:54: Und brauchen wir diesen Raum eigentlich schon zum Zeitpunkt wo man Eben denken, ich brauche Eker Pause.

00:11:00: Schaffe alles locker?

00:11:01: Mir geht's gut!

00:11:03: Oder brauchen wir die Pausen erst wenn dann schön langsam Beschwerden kommen?

00:11:08: Sinnvollerweise, das habe ich aber auch selbst gelernt, sucht man sich die Pause in einem täglichen Ritual oder es gehört wie zu dir Es ist eine DNA, die du mitnimmst.

00:11:23: Das ist wie Zähne putzen, dass du dir Pausens einbaust und ganz bewusst die Energie wieder zu tanken.

00:11:31: Also du fährst ja auch nicht ein Auto, du musst es irgendwann tanken!

00:11:36: Also irgendwann ist die Energie weg oder der Tank ist leer?

00:11:41: Und wir mit uns... also das ist eigentlich auch total verrückt, oder?

00:11:46: Wir vergessen eigentlich diese Regeneration, also dass auftanken.

00:11:53: Im Buch unterscheidet

00:11:54: er zwischen Ambition und Getriebenheit.

00:11:57: Und von außen kann beides eigentlich identisch aussehen, viel Energie, hohe Ziele, großer Einsatz.

00:12:04: Woran spürt man denn den Unterschied von innen?

00:12:08: Gibt es da vielleicht so zum Beispiel drei Fragen die dann diese Getrieben halt durchaus entlarven können?

00:12:17: Ja, also ich finde Ambition ... Das fühlt sich ja schon im Wald viel leichter an als getrieben zu sein.

00:12:28: Der Unterschied ist eigentlich mehr wie es sich auch innerlich anfühlt.

00:12:32: Also habe ich eine Ambition etwas zu entwickeln?

00:12:40: Dann fällt das auch leichter!

00:12:42: Eine Ambition hat was Fröhliches, find' ich hat schon was auch mit Zielen setzen und erreichen, aber irgendwo ist Getriebenheit das Tönt für mich schon wie gepeitscht zu sein.

00:12:57: Und das kann schon gar nicht gesund sein!

00:13:00: Aber ambitioniert liebevoll, mit sich selbst den Weg zu gehen, da hab ich da, also dann liegt schon die Kraft.

00:13:08: Und gibt's

00:13:09: da eben

00:13:09: Fragen, die man sich selber stellen kann?

00:13:11: Dass man dann wirklich erkennen kann, ist es das eine oder das andere?

00:13:15: Ja, ich glaube wenn du für dich sagen kannst es fühlt sich im Inneren gut an.

00:13:21: Also wie fühlt das sich im inneren?

00:13:24: Wenn du in dich rein spürst... Wie fühlt es sich an?

00:13:28: Das ist das eine, das andere.

00:13:31: Wie fühle ich mich am Ende des Tages?

00:13:33: Gib mir das was ich tu!

00:13:36: Auch Energie.

00:13:37: Also ist es eigentlich auch meine Tanksolle indirekt.

00:13:42: Meine Arbeit weil Das sollte es auch sein zu einem gewissen Maß.

00:13:48: So die Arbeit oder das Projekt, was auch immer man tut, auch nähernd sein muss.

00:13:54: Jeder will dann von näherend sprechen und ich glaube da sind schon mal zwei wichtige Sachen um sich die Fragen zu stellen wie fühlt er sich innerlich an?

00:14:05: Wie ist mein Energieaushalt?

00:14:08: Und für mich persönlich Bekomme ich täglich noch Impulse, bekomme ich Intuition, bekam Zeichen die mir helfen mein Projekt in dieser Leichtigkeit voranzutreiben.

00:14:27: Wenn sie nicht mehr kommen dann ist schon sehr viel eng und hat es zu wenig Raum.

00:14:33: Dann muss man Raum geben

00:14:34: oder?

00:14:35: Wann wird denn so der Satz Ich gehe in meine Arbeit auf gefährlich.

00:14:40: Ich denke, der wird gefährlich wenn man wirklich nur noch für das lebt oder und ich verstehe dass auch.

00:14:47: also ich arbeite ja selbst sehr sehr gern.

00:14:51: aber ich glaube wenn sich die Regeneration bewusst wird und es ist eigentlich auch eines der Hauptthemen im Buch dieser Regenration wie wichtig sie ist wenn einem das irgendwie einleuchtet dann tut man sich ja einfach nur ein Gefallen, sich auch zu regenerieren.

00:15:11: Dann kann ja diese Leidenschaft noch besser fliegen.

00:15:14: also Man kann sie verlieren ist ja ganz klar Ja aber deshalb braucht die Leidenschaft bewusst auch Regeneration.

00:15:23: extrem wichtig.

00:15:25: Ihr schreibt Wenn der eigene Wert an Leistung gekoppelt wird kippt Der Ärgerz in Druck.

00:15:32: Wie merkt man das denn konkret selbst?

00:15:35: Ja, ich denke wenn gute Tage nur dann gute Tage sind.

00:15:40: Wenn man viel geschafft hat also wenn das ganz klar oder wie bei Kindern braucht die gute Note und sonst ist nichts mehr gut.

00:15:49: Also wenn man so eine Messung nimmt für sich selbst weil es gibt auch ganz normale langweilige vielleicht nicht aufregende Arbeitstage Die sind Teil des Weges Und die sind voll okay Und ich denke,

00:16:06: man merkt es auch.

00:16:07: Wenn man Pausen macht und dann ein schlechtes Gewissen hat, sollte man wirklich nicht haben.

00:16:15: Ein Satz... Der passt jetzt gut dazu was du gerade gesagt hast der ist mir total hängen geblieben aus dem Buch.

00:16:21: Ist quasi die Frage die man sich stellen soll oder darf.

00:16:25: freue ich mich auf den Weg?

00:16:27: Oder warte ich nur auf das Ziel?

00:16:29: Was sagt mir die Antwort darauf?

00:16:31: Also für mich habe hier einfach so ein schönes Bild, das teile ich auch gerne wenn ich mit Menschen über neue Projekte spreche oder ein Coaching gebe.

00:16:42: Und so ist es ein Skateboarder also.

00:16:45: Unsere Kinder haben beide Leistungssport gemacht im Snowboard und Skateboot war immer ein Begleitstraining und das hat mich schon immer fasziniert.

00:16:54: weil ein Skatboarder der übt einen Trick Der steht immer wieder auf, er fällt hundertmal weiter und in der gleichen Ambition und Passion.

00:17:08: Er übt, und übt ,und übt und verliert die Freude nicht daran.

00:17:13: Und er hat nicht das Ziel... er denkt nicht an Olympia Gold sondern er macht es in einer puren Überzeugung, in einer Fröhlichkeit und in einer Leichtigkeit.

00:17:25: Das ist für mich genau dieses Healthy High Performance Thema.

00:17:29: Also ein Skateboarder finde ich einfach ein schönes, visuelles Bild.

00:17:34: Man kann sich das gut vorstellen mit Leidenschaft dran zu bleiben und eben den Prozess dahin auch zu genießen und zu lieben.

00:17:42: also...

00:17:43: Und ein Skatboarder braucht aber dann auch wieder mal eine Pause?

00:17:46: Der braucht auch ne Pause!

00:17:48: Genau er muss vielleicht seine Knie veralzen, aber er macht wieder weiter ohne dass er einen Frust hat oder?

00:17:56: Ja...

00:17:56: Das glaubt da diesen Weg auch zu genießen.

00:18:02: Du hast die Pausen schon vorher angesprochen, wie wichtig sie sind und jetzt haben aber das Thema dass gerade leistungsstarke Menschen irgendwie gelernt haben pausen moralisch zu bewerten.

00:18:14: also soart fleiß ist gut super müßig gang.

00:18:18: das ist irgendwie verdächtig klingt nach faul halt.

00:18:21: was hilft denn jetzt eigentlich gegen dieses Schuldgefühl in einer Pause.

00:18:26: Weil eine Pause, wenn man schlechtes Gewissen hat wie du es vorangesprochen hast fühlt sie ja auch nicht gerade angenehm

00:18:32: an.

00:18:34: Also ich glaube einfach, man sollte es ausprobieren sich Pausen zu gönnen ganz bewusst und mal zu spüren Wie lief es nachher?

00:18:45: also wie war mein Tag?

00:18:47: indem ich jetzt zum Beispiel zwei drei pausen gemacht habe.

00:18:51: wie ist das verlaufen?

00:18:52: und idealerweise Baue ich mir ja auch Pausen ein, die mich auch nähren.

00:18:59: Wo ich gegeben falls noch weitere Menschen dazu nähern kann.

00:19:04: also ich bringe ein Beispiel Ich habe angefangen mit Mitarbeitern im Tee trinken zu gehen Wir haben immer unsere Gefäße aber und auch Perspektivengespräch alles wunderbar.

00:19:17: Aber irgendwann hab' ich das mal gestaltet.

00:19:20: Und das ist so toll Weil, man lernt Menschen auf eine andere Weise kennen.

00:19:26: Man hat eine halbe Stunde Zeit und nimmt sich eine halb Stunde oder was es braucht.

00:19:30: Und man spricht über was auch immer die Wanderung oder das kranke Kind zuhause... Also

00:19:37: nicht über das berufliche?

00:19:38: Nicht!

00:19:39: Man kann!

00:19:40: Es ist okay aber es ist einfach mal Zeit in der gemeinsamen Zeit ohne Druck.

00:19:46: Und dass nicht

00:19:47: mich

00:19:48: indem ich eine Pause mache Aber es näht auch meine Arbeitskollegin, weil sie sich gesehen und gehört fühlt.

00:19:57: Und ich glaube so kann man sich auch Pausen einplanen die einfacher sind vielleicht gerade am Anfang in einer Umsetzung.

00:20:10: Weil am Anfang einfach zu sagen ich mache jetzt mal eine halbe Stunde nix ist schwierig von nie Pause oder?

00:20:16: Dann kann man auch solche Schritte nehmen.

00:20:19: Noch schwieriger ist es natürlich, wenn man das lange Zeit ignoriert hat keine Pausen oder kaum Pausend gemacht hat.

00:20:26: Und dann zwar immer noch funktioniert und diese Menschen wirken ja total organisiert erfolgreich belastbar aber ihr System läuft vielleicht längst auf Notstrom und ihr schreibt da im Buch von einer besonders typischen Form High Functioning Burnout.

00:20:48: Welche Symptome übersehen wir denn da, wenn man da reinkippt?

00:20:53: Ich glaube einfach ... Wenn man die Pausen wirklich ignoriert.

00:20:58: Und ich glaube auch, pausen einzubauen ist nichts, was du von heute auf morgen nur messen solltest.

00:21:04: Sondern es ist etwas, das du über einen Monat, ich sag jetzt mal Mist, dass du hier in eine Balance kommst oder so.

00:21:13: Das ist das eine und das andere ist ... Wenn man da reinkommt, wenn man eben die Pausen nicht macht und sich wirklich verausgabt.

00:21:24: Da kommt die totale Erschöpfung.

00:21:27: Da spürt man auch nicht mehr viel.

00:21:30: Da ist man eigentlich im Tunnel drin oder?

00:21:33: Und ich glaube einfach, sich Sorge zu halten in dieser Balance zu bleiben um eben nicht in dieses Loch zu fallen sollte auch eine Motivation sein dieses Thema Regeneration wirklich ernst zu nehmen.

00:21:49: Weil niemand möchte da enden, also die Symptome, du fragst nach Symptomen, das sind oft, fängt es an mit ganz schlecht Schlafen oder?

00:21:59: Also der Schlaf ist ja auch ein Pfeiler unserer Regenration, der wird enorm missachtet.

00:22:06: und wenn ich da über lange Zeit einen schlechten Schlaf kriege, dann raube ich ganz viel an meiner Substanz Und ich erkläre es auch gerne an einem Kreislauf, weil es gibt so wie Pfeiler.

00:22:21: Das eine ist der Schlaf das andere ist die Ernährung Es ist die Bewegung aber es ist auch wie ich mich fühle.

00:22:29: Also sind so die Pfeile und wenn ich jetzt eine ganz schlechte Nacht hinter mir habe dann esse ich in der Regel auch anders.

00:22:41: Ich trinke ein Kaffee mehr, ich esse im Schöckerli.

00:22:46: Oder

00:22:47: mein Teller sieht nicht mehr gleich gesund aus?

00:22:50: Ich habe dann keine Lust mich zu bewegen, weil ich bin ja müde

00:22:54: und

00:22:54: fühle mich auch nicht so glücklich.

00:22:57: Umgekehrt wenn ich sehr gut geschlafen hab, dann ess' ich anders!

00:23:02: Ich habe Lust mich zubewegen und I feel good.

00:23:05: Und das kannst du umdrehen.

00:23:07: dieser Kreislauf Du kannst das Thema nehmen Bewegung, bewege ich mich überhaupt nicht?

00:23:13: Dann wird mein Schlaf schlechter.

00:23:15: Wenn mein Schlafschlechter wird, dann ist mein Teller wieder schlecht.

00:23:18: Also du kannst es ...

00:23:20: Und

00:23:20: wenn man das versteht, das sind eigentlich die vier Signale und das sind die vier wichtigen Punkte, wo man sich wirklich achten muss isst.

00:23:29: Schlaf, Bewegung Ernährung ein Mental Health also Emotionen.

00:23:35: Wann kommt man aus diesem Teufelskreis, den du gerade beschrieben hast.

00:23:40: Noch selbst heraus?

00:23:41: und wann ist aber diese Erschöpfung quasi schon ein Signal dass wir wirklich professionelle Hilfe brauchen?

00:23:49: Also ich denke schon wenn die innere Unruhe so groß wird also viele entwickeln dann ja auch Angststörung Panik oder wenn man über lange Zeit nicht schläft.

00:24:02: Also, das ist ein ernsthaftes Problem.

00:24:04: Es ist auch ein gesundheitliches Problem, wo man ärzliche Unterstützung wirklich sich holen muss und es ist lieber früher als später oder?

00:24:14: Wenn man dann nicht mehr aus dem Weg kommt, also eine klassische Depression, da wird's dann schwieriger.

00:24:21: Und dann darf man vor allem auch im Inneren arbeiten.

00:24:25: aber manche Dinge wird man auch im Außen verändern.

00:24:30: Das hast du wahrscheinlich selber auch erlebt.

00:24:32: Du bist mehrfache Unternehmerin, Mutter von zwei Kindern ... die nur noch dazu sportlich sehr aktiv sind?

00:24:44: Waren!

00:24:46: Was bedeutet für dich Vereinbarkeit heute?

00:24:51: Wenn du es mit früher vergleichst, welche romantische Vorstellungen hast du mittlerweile davon aufgegeben?

00:24:58: Ja, also ich glaube wichtig ist auch nicht den Druck zu haben alles perfekt zu machen.

00:25:04: Das haben wir beim Eingang kurz besprochen dieser Perfektionismus und ich glaube das ist eines der wichtigsten Punkte.

00:25:12: Und auch zu sehen dass man Ballons nicht über einen Tag hält sondern über Monate und das nicht über ein Tag misst, nicht in diese Selbstoptimierungswahn reinfällt und mit Listen, sondern dass man sich wirklich versucht.

00:25:32: Man kann das über diesen Kreislauf, den ich vorhin beschrieben habe nur schon zu schauen.

00:25:36: okay wie war meine Bewegung?

00:25:38: Wie mein Essen?

00:25:39: Wie war mein Schlaf?

00:25:40: also sich da ein bisschen zu coachen Das macht sicher Sinn Und Ich hab auch so eine Geschichte im Kopf die ich auch immer wieder für mich hervornehme, ist von Momo.

00:25:56: Und zwar da ist ja der Peppo, der Straßenkehrer, ist eine Episode drin und er sagt man schaut nur jeden Besenstrich an.

00:26:05: das heißt auch kleine Erfolge zu sehen.

00:26:09: nicht nur Ich muss dahin sondern Schritt für Schritt weiterzugehen.

00:26:14: Das ist ganz wichtig!

00:26:17: Es geht manchmal nicht alles.

00:26:19: also Ich kann auch als Mama, irgendwann bin ich müde am Abend.

00:26:25: Das kann passiert auch mehr, dass ich dann vielleicht nicht diese volle Aufmerksamkeit meinem Kind schenken kann wie ich es vielleicht gerne würde.

00:26:37: Und das ist okay und wenn man's eben selbst sieht, dann kann man ja auch widerschüsstieren.

00:26:47: Es ist auch sehr menschlich!

00:26:49: Wir alle haben eine Schwankung drin, aber dessen bewusst zu sein und Gegensteuer zu geben.

00:26:58: Jetzt ist ein bisschen zu viel.

00:27:00: Jetzt merke ich jetzt bin nichts habe ich zu wenig genäht oder mein Motor ist nicht gut getankt Aber es fängt mit der Erwärmnis an

00:27:10: Und im Buch finde ich kann man auch sehr schön erkennen, dass es eben diesen Perfektionismus gar nicht braucht um trotzdem gut performen zu können leisten zu können.

00:27:21: Egal ob's in beruflichen privaten Umfeld ist und ihr schreibt zum Beispiel das ein neunzig Minuten Deep Work oder das Neunzig-Minuten-Deep-Work oft wirksamer sind als ein ganzer Tag im Multitasking-Modus.

00:27:37: Also wie müsste denn so ein Arbeitstag gestaltet sein, damit dieser Fokus möglich ist?

00:27:45: Für mich ist es wichtig dass ich am Morgen schon mal weiß was steht an.

00:27:50: Ich für mich habe so meine Rituale

00:27:53: und

00:27:54: ich bin ganz schlecht im Multitasking.

00:27:57: also das hab' ich auch aufgehört.

00:27:59: Also ich mach das und dann mache nichts anderes und ich glaube dann ist die Konzentration deutlich besser auch Sachen auszuschalten, Handyflugmodus.

00:28:10: Ich habe hier ein Einzelbüro.

00:28:12: das hatte ich lange Zeit nicht.

00:28:14: Das ist eines meiner größten Geschenke weil ich kann konzentriert in Ruhe ohne Ablenkung arbeiten und ich hab meine Priorität.

00:28:23: und ich glaube wenn man da ganz klar und fokussiert rangeht dann ist man so viel effizienter Und dann hat sich wirklich die Pausen auch in die Agenda eintragen.

00:28:34: also bei mir stehen die Spaziergang, Tee ... Also ja?

00:28:40: Ja.

00:28:40: Und ich halte mich dran, es ist wie ein

00:28:42: Termin!

00:28:43: Was sind denn so viele typische Störungen die man vielleicht unterschätzen und nicht merken

00:28:48: kann?

00:28:49: Ich habe nur kurz eine Frage.

00:28:51: Nur kurz.

00:28:52: Da fängt's an, oder?

00:28:53: Du bist in einem Thema drin, jemand steht da an der Tür und du bist schon wieder draußen.

00:29:00: Das sind ganz kleine Ablenkungen, die sich von dieser Person nicht böse gemeint Aber die nehmen sie Energie.

00:29:08: Weil diese Unterbrüche, die dauerhaften Unterbräuche und dann natürlich unser Handy oder?

00:29:14: Also das natürlich auch auf Flugmodus.

00:29:19: Mut zu haben zu sagen ich bin jetzt nicht erreichbar Ich arbeite jetzt konzentriert Das hilft

00:29:24: enorm!

00:29:25: Diese ständige Erreichbarkeit oder das gab's früher einfach nicht.

00:29:30: aber da kann man sich ja auch selbst schützen.

00:29:35: Und auch immer wieder in eine Offline-Zeit gehen ist auch so ein Tipp.

00:29:39: Das macht Diana, das mache ich auch.

00:29:40: Mache immer zwischen Weihnachten und Neujahr lösche ich alles.

00:29:45: Also alle Apps auch, Instagram, LinkedIn, WhatsApp gibt es nicht.

00:29:49: dann... ...und da bin ich offline!

00:29:53: Und das tut gut!

00:29:55: Tut auch gut zu sehen wie oft zückt man trotzdem einen Handy.

00:29:59: Es fällt einem nicht mehr auf?

00:30:01: Fällt

00:30:01: einem nicht auf.

00:30:02: Das musst du mal ausprobieren.

00:30:04: Dann nimmst du stattdessen ein Buch mit und wenn du dann das Handy nutzen würdest, liest du.

00:30:11: Wunderbar!

00:30:12: Wunderbares Trennen.

00:30:13: Was ihr auch empfehlt ist ein wöchentliches internes Führungsgespräch mit sich selbst.

00:30:20: Wie kann das ablaufen?

00:30:22: Ich mach das punktweise sogar fast täglich aber ich mache so einen Check-in also wir machen das im Team ein Check in auch wo jede sagt, wie es einem geht, finde ich auch im Team wunderbar.

00:30:35: Weil dann weiß ich, dass meine Kollegin ein krankes Kind zu Hause hat, das die vielleicht früher gehen müsste oder?

00:30:41: Also das ist auch ein Miteinander und so sich selbst eben auch, dass man schaut Wie geht's mir was steht an Was ist heute wirklich wichtig Und das kann auch etwas privates wirklich wichtig sein Es kann die Tochter sein, die was Wichtiges hat wo einem ja wo man dabei sein möchte Und am Abend dann wieder ein Checkout.

00:31:06: Was ist gut gelungen?

00:31:07: Was ist mir vielleicht heute nicht so gut gelogen, eben ich hatte nicht die Aufmerksamkeit für mein Kind am Abend.

00:31:13: Ich habe das gespürt oder vorhin beim Gespräch.

00:31:17: Dann kann ich das aufnehmen und sagen okay was hätte ich jetzt besser machen können heute dass sich nicht in diese in dieser Lehre nicht präsent gekommen bin.

00:31:32: Also da auch diese Reflexion zu halten, ich glaube das ist enorm wertvoll!

00:31:37: Und wenn du da diesen Check-in auch im Team machst

00:31:40: dann

00:31:41: trauen sich die das auch so sagen weil du es auch sagst oder?

00:31:43: Weil du da quasi die Vorbildfunktion hast.

00:31:46: Ja also das ist heilig, dass gibt kein Morgen ohne Check in bei uns

00:31:51: Und oft ist es aber eher umgekehrt, dass Führungskräfte teilweise auch natürlich unbewusst definieren was als normal gilt.

00:31:59: Also das ist eher also normal gilt seine privaten Themen draußen zu lassen.

00:32:05: wenn die Führungskraft auch nichts von privaten Sorgen oder Themen mit reinbringt.

00:32:10: Hauptmann sind das ja wahrscheinlich dann auch nicht als Teil des Teams.

00:32:15: Welche kleine Gewohnheit einer Führerskraft erzeugte in einem Team denn vielleicht besonders viel ungesunden Druck.

00:32:25: Was kann das bewirken?

00:32:26: Ich glaube, wenn es keinen Raum gibt für den Mitarbeiter sich gesehen und gehört zu fühlen ... Und wenig Wertschätzung.

00:32:35: Das wissen wir ja selbst von uns.

00:32:38: Es ist zentral!

00:32:41: Dass man auch vom selben spricht, ich würde jetzt sagen bei uns im Team tragen alle dieselbe Fackel Der Purpose für was wir hier sind, für das wir jeden Tag aufstehen und die Patienten am Bett mitbetreuen.

00:32:56: Das ist etwas, was jeder von uns antreibt.

00:33:00: Und das kannst du nur machen wenn du Inhalte miteinander austauschst.

00:33:05: Wenn du Zeit miteinander verbringst oder die Themen gemeinsam besprichst.

00:33:10: Sonst kann das Feuer ja gar nicht brennen.

00:33:13: Also enorm wichtig!

00:33:15: Herr Klärner macht ganz kurz Givita.

00:33:17: Das heißt, ihr seid in Krankenhäusern?

00:33:20: Du hast vor allem erklärt so wie es eine Physio-Abteilung am Krankenhaus gibt's seit ihr auch vor Ort oder wie kann man sie das vorstellen?

00:33:28: Ja also wir sind hier in Zürich in der Klinik Hesslanden tätig und die Klinika hat sich mit Givitas zusammen zertifiziert.

00:33:36: Und ich aus ES ist auch Kutspital in der Schweiz und da werden die Patienten von uns mit Betreuters heißt.

00:33:45: Du bist jetzt als Patientin da, hast vielleicht einen Knie-OP und dann kommt einer unserer Ärzte bei dir vorbei und schaut wie es dir geht.

00:33:55: also hast du Schmerzen?

00:33:58: Wie ist dein Schlaf?

00:33:59: Schlaf wird immer abgefragt, Verdauung wird immer abgefragt, wie geht's dir mental?

00:34:05: Und je nachdem wo du stehst Wenn es dir rundum gut geht und du brauchst das nicht, dann ist's okay.

00:34:11: Und wenn du jetzt aber sagst, ich habe wirklich nicht gut geschlafen oder schmerzen, dann kommt eine Therapeutin von uns zu dir ans Bett und behandelt dich nach Anweisungen unseres Arztes.

00:34:26: Also die Patienten werden jeden Mittag neu besprochen und dann bist du mitbehandelt jeden Tag.

00:34:32: Das heißt, da ist schon dieses Zusammenspiel aus Schulmedizin und komplementärer Medizin.

00:34:38: Funktioniert dort schon?

00:34:39: Genau!

00:34:40: Und das wird extrem gelebt.

00:34:44: Wir empfinden uns wie als Teil der Klinik.

00:34:47: Es ist wirklich integrativ auch auf menschlicher Ebene.

00:34:53: Am Anfang hat man auch das Gefühl, man ist vielleicht wie ein Zusatzprodukten.

00:34:58: Aber wir sind integriert.

00:34:59: Das heißt die Pflege ruft uns an und sagt ich habe einen Patienten im Zimmer sowieso bitte komm vorbei oder ein als darf stationen.

00:35:07: sprich mich an und sag du hättet ihr noch Zeit für meinen Patienten?

00:35:12: Also es ist ein großes Miteinander und die Patienten profitieren enorm weil auch hier du kannst dir vorstellen es wie das Thema dass wir vorhin besprochen haben wenn du gut schläfst Und deine Verdauung funktioniert.

00:35:26: Dann stehst du auch schneller auf, die Mobilisation geht schneller und dein Wohlbefinden ist besser.

00:35:32: Also das ist halt am Schluss auch hier ganzheitlich umsorgend für dich selbst.

00:35:38: Und wird dieses Konzept dann auch auf andere Kliniken ausgerollt?

00:35:42: Es hört sich so an als ob man es eigentlich überall gut gebrauchen könnte...

00:35:45: Ja, das könnten wir!

00:35:47: Wir arbeiten daran.

00:35:48: Wir sind jetzt schon in einer zweiten Klinik, auch in Zürich Und die Idee ist schon eigentlich, in mehreren Kliniken präsent zu sein und möglichst viele Menschen mit dem Thema der Komplementärmedizin zu berühren.

00:36:04: Das ist

00:36:04: schon genau.

00:36:06: Aber es braucht Zeit!

00:36:07: Es aufbaut allweil.

00:36:10: Schauen wir jetzt noch mal ... zurück zu dem Thema, wo man ganz am Anfang auch war, zu deiner Gründungszeit und was du aus deinem Weg gelernt hast.

00:36:19: Wenn dich heute eine junge Gründerin einen jungen Künder um Rat bittet...

00:36:26: Welche

00:36:27: Warnung über Erfolg gibst du ihr oder ihm die du selbst mit Anfang zwanzig wahrscheinlich nicht hören hättest wollen?

00:36:37: Achte gut auf dich!

00:36:39: Ja Also wirklich diese Balance zu halten zwischen Anspannung und Entspannungen.

00:36:45: Ich glaube, das ist sehr wertvoll mit unterglaublich eines der wichtigsten Tools auch um gesund erfolgreich zu sein.

00:36:58: Und immer das Bild des Skateboilters mitzugeben zu sagen macht es mit Leichtigkeit.

00:37:05: Es ist nicht direkt Olympia.

00:37:06: also viele haben natürlich wenn sie gründen das Gefühl Exit oder möglichst schnell irgendwo da zu sein.

00:37:13: Nein, es ist ja auch der Weg dahin, der muss Spaß machen.

00:37:17: Der muss einem auch nähren und erfüllen.

00:37:22: Und dann ist das ja auch ein gesundes Erfolgreichsein, oder?

00:37:27: Nicht als Wungenes so!

00:37:29: Das ist ein wunderschönes Appell.

00:37:31: ganz zum Schluss Vielen lieben Dank, liebe Isabelle.

00:37:34: Da waren wirklich unfassbar viele Tipps dabei, Erfahrungsschätze aus deinem Leben.

00:37:41: Vielen Dank und vielleicht kannst du ja deinen Konzept auch mal in Österreich ausrollen!

00:37:48: Weil weiss?

00:37:49: Ja die Schweiz ist jetzt da schon vollwichtig.

00:37:53: aber am Schluss muss ich auch sagen es braucht immer Menschen, die einem unterstützen.

00:37:58: also wir könnten das hier nie tun ohne nicht eine Direktion oder Konzernleitung dahinter von Klinikseite, die auch die Fackel trägt.

00:38:09: Die das will und für das einsteht.

00:38:12: Und es braucht Mut, weil es etwas anderes ist, etwas Neues.

00:38:15: Es braucht Mut da hinzustellen und zu sagen, wir machen das!

00:38:19: Ich hoffe für euch auch, dass Österreich bald auch integrativer Kliniken

00:38:25: hat.

00:38:26: Danke noch mal lieber Isabel.

00:38:27: Ich

00:38:28: danke dir Susanna fürs Gespräch.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.