#241 Warum ist Aufgeben keine Option, Nina Ofenloch?

Shownotes

Aufgeben ist keine Option   Eine Ruine ohne Strom und Wasser. Eine Juristin ohne Bauerfahrung. Und ein Geschäftspartner, der vierzehn Tage vor dem Start aussteigt. Nina Ofenloch erzählt, wie sie auf Sansibar trotzdem ein Gästehaus gebaut hat – und was sie daraus über Mut, Führung unter Druck und Entscheidungen in der Krise gelernt hat.

Nina Ofenloch ist Bestsellerautorin, Mentorin, Expertin für mentale Stärke und Leadership, Keynote-Speakerin und bekannt aus „Goodbye Deutschland". Sie pendelt zwischen Deutschland und Afrika und coacht Unternehmer:innen und Führungskräfte dabei, mutig in die Umsetzung zu kommen.

Das erwartet dich:

  • Wie aus einer beiläufigen Bemerkung bei zwei Gläsern Wein ein Bauprojekt am Indischen Ozean wurde
  • Der Moment, in dem der Geschäftspartner per WhatsApp absagt – vierzehn Tage vor der Übergabe
  • Warum die Maasai-Häuptlinge Ninas Vorbild für Führung unter Druck wurden
  • Wie man auf einer Baustelle ohne Plan, Strom und Wasser trotzdem liefert
  • Ninas Definition von Mut: handeln, obwohl man Angst hat
  • Was sich aus dieser Erfahrung auf Leadership in Unternehmen übertragen lässt

**MACH ES! versteht sich als Karriere- und Lifestyle-Podcast. Die Inhalte spiegeln die persönlichen Erfahrungen und Meinungen der Gesprächspartner wider.

Transkript anzeigen

00:00:06: Mach es, der Karriere und Lifestyle-Podcast von Die Macher mit Menschen

00:00:11: die bewegen.

00:00:13: Heute als dein Host Susanna Winkelhofer.

00:00:27: Wir sind dann nämlich mitten im Musiktheater in Linz und da findet in knapp eineinhalb Stunden eine große Veranstaltung, nämlich Land der Möglichkeiten statt.

00:00:36: Und auf der Bühne da unten wird eine ganz tolle Kinospigerin sein und die sitzt jetzt hier bei uns vorweg noch für unsere neue Folge und die ist für alle, die irgendwie endlich den Mut haben wollen aus ihrer Komfortzone rauszukommen, die vielleicht vor einer großen Entscheidung stehen oder die irgendwie ungeduldig auf ihren Erfolg warten.

00:00:58: Denn Nina Ofenloch hilft Unternehmen dabei, Mutig Herausforderungen zu begegnen und zum Umsetzen anzuregen!

00:01:06: Sie ist Bestsellerautorin Mentorin Retreat Host Und sie pendelt zwischen Deutschland und Kenia und viele werden sie auch aus dem Fernsehen kennen.

00:01:16: Heute ist sie hier bei uns.

00:01:17: Lieber Nina, ich freue mich sehr dass du dir vor deinem großen Auftritt noch für uns Zeit nimmst.

00:01:22: Schön das du da bist.

00:01:23: Ja

00:01:23: vielen lieben Dank für die Einladung.

00:01:25: Ich freue mich da sein zu dürfen

00:01:26: Und wir beginnen wie immer mit einem kleinen Gedankensprung.

00:01:30: Ich werfe dir so kurze Wortfetzen hin und du wirfst mir die Ergänzung dazu, zurück!

00:01:38: Der Gedankensprung Wir sprengen kurz von einem zum nächsten Gedanken.

00:01:45: Gut ist

00:01:47: Aus der Komfortzone rauszugehen Obwohl man Angst hat.

00:01:50: Ah darüber sprechen wir noch ganz im Detail Das wichtigste Werkzeug auf einer Baustelle

00:01:57: Geduld.

00:02:00: Ich glaube, ich weiß was du meinst.

00:02:03: Darüber denke ich gerade häufig nach.

00:02:05: Sonne?

00:02:06: Sommer?

00:02:07: Wärme!

00:02:08: Das würde ich nie wieder tun...

00:02:09: Ohne Baufirma bauen!

00:02:11: So

00:02:12: geschehen?!

00:02:12: Ja!

00:02:14: Okay!

00:02:14: Ja, ich war Bauleitung.

00:02:15: Deswegen

00:02:16: ist dann auch noch nie erklären der beste Fehler meines Lebens.

00:02:20: Der beste Fehler!

00:02:22: Ach so ja für mich gibt Fehler sind für mich Lernprozesse.

00:02:25: Das habe ich mir so aus deinem Lebenslauf heraus gedacht.

00:02:40: Dass du nicht den einfachen Weg wählen wirst, das war eigentlich für dir schon lange klar mit achtzehn.

00:02:47: Wolltest du Kriegsreporterin werden oder Revolutionsanführerin?

00:02:53: Deine Vorbilder waren Mahatma Gandhi und Nelson Mandela Und deshalb hast du zuerst mal Rechtswissenschaften studiert.

00:03:01: Richtig!

00:03:01: Aber, du wurdest regelmäßig aus dem Hörsaal rausgeworfen?

00:03:05: Warum

00:03:06: denn?!

00:03:07: Weil ich regelmäßig Dinge in Frage gestellt habe und meine Professorin fand es nicht so lustig.

00:03:13: Dann hab' mich dann hin- und wieder das Raumes verwiesen.

00:03:18: Keine Details, ne?

00:03:21: Irgendwann hast du den Studium schon abgeschlossen... Ich verkauf Alles und geh nach Afrika.

00:03:29: Wie hatten deinen Umfeld darauf reagiert?

00:03:32: Jetzt müsste ich wahrscheinlich sagen, die waren alle schockiert.

00:03:35: aber mein näheres Umfeld ist insbesondere meine Eltern, die kennen mich Und die haben mich schon immer supportet.

00:03:42: Die haben gesagt Kind wenn du da Lust drauf hast gute Reise.

00:03:45: Was war denn genau dein Plan in Afrika.

00:03:47: Ich

00:03:47: hatte tatsächlich gar keinen Plan In dem Sinne.

00:03:50: ich hab zu der Zeit schon online arbeiten können.

00:03:54: Ich unterstütze nämlich auch Unternehmen, also nicht nur selbstständige und Privatpersonen.

00:03:58: Sondern biete auch Mindset Trainings- und Leadership Trainings für Unternehmen an, arbeite viel online.

00:04:05: und als der Winter mal wieder nahtel und mir kalt wurde habe ich beschlossen... ...ich gehe doch jetzt mal dahin wo es das ganze Jahr über warm ist.

00:04:13: Ich hatte auch irgendwie Talien im Kopf und so.

00:04:16: aber dann hab' ich mir Temperaturen angeguckt und da habe ich gesehen, dass es um die Sechzehn Grad im Winter war.

00:04:20: Da dachte ich mir das ein bisschen zu frisch!

00:04:23: Und mich hat es irgendwie schon immer nach Afrika gezogen.

00:04:25: Keine Ahnung warum und deswegen habe ich gesagt, komm!

00:04:28: Ich fange unten in Durban an und gucke mir die komplette Ostseite an weil da ist das Wasser schön.

00:04:35: indischer Ozean bin dann in Sanzibar irgendwann gelandet und hat dann einen Hotelinhaber kennengelernt.

00:04:44: Und dem habe ich erzählt bei zwei Glas Wein, ich hätte Bock auf Immobilienprojekte.

00:04:48: Da er mich beim Wort genommen hat gesagt hey da zweite Reihe vom Strand, da ist eine Ruine ohne Strom- und Wasseranschluss, baut doch mal ein Gästehaus!

00:04:58: Dann hab' ich mir gedacht Mensch so als Juristin bist du maximal nicht qualifiziert machen wir doch.

00:05:05: Und so hat das angefangen.

00:05:08: Ja, und dann so kurz vor Baugebild ist dein Geschäftspartner abgesprungen?

00:05:13: Richtig!

00:05:14: Okay also was war da mal deine erste Reaktion?

00:05:18: Wann kam die zweite wie bei Dieter'n?

00:05:22: Ich kann es gar nicht in Worte fassen wie meine Reaktionen waren weil dieser Geschäftspardner war dieser Hotelinhaber Und ich dachte, ich mache das mit dem zusammen.

00:05:31: Weil der weiß ja wie man Hotel baut.

00:05:34: Dann kann ich mich auf seine Expertise verlassen.

00:05:36: Der wollte auch ein bisschen Kapital miteinbringen.

00:05:38: Hat mich da dann auf die sichere Seite gewogen und vierzehn Tage vorher... ...der war gerade in Frankreich hat er mir geschrieben.

00:05:45: Ah!

00:05:46: Ich wollte nur sagen sorry ich bin raus.

00:05:48: Aber ich hatte zu der Zeit schon alles unterschrieben so und wusste in vierzehntagenes Übergabel Und ich hatte fünf Monate Zeit, ein Gästehaus zu bauen.

00:05:58: Weil in fünf Monaten die High Seasons, die Hochsaison angefangen hat und es macht halt keinen Sinn wenn man irgendwie drei Jahre baut und kein Einkommen hat.

00:06:07: Deswegen war für mich klar, Deadline ist nach fünf Monaten und dann hatte ich vierzehn Tage Zeit.

00:06:13: ja ich war geschockt Ich war sehr geschocked.

00:06:17: Wie fühlst

00:06:17: du danach aus diesen Schock?

00:06:20: Naja, ich habe mir gedacht ja, ich hab jetzt alles unterschrieben.

00:06:23: Dann müssen wir halt allein ein Haus bauen und irgendwie kriegen wir es schon

00:06:27: hin!

00:06:27: Und wie hast du das dann wirklich hingekriegt?

00:06:29: Was ist so gerade aus dem Rückspiegel betrachtet?

00:06:31: was war so das Wichtigste dass es dann geklappt hat?

00:06:34: Naja Ich habe mich überlegt was brauche ich?

00:06:36: da ich kein Plan von Häusern habe Brauch ich irgendjemanden der plan hat.

00:06:39: also habe ich mit Bauleiter organisiert Und der Bauleiter hat Mitarbeiter mitgebracht.

00:06:45: Dann habe ich herausgefunden, dass jedes... Also es gab quasi Teams einmal Team Dach, Team Wende, Team Rohre, Team Elektrik und dementsprechend habe ich mir dann den Bauleitern geholt die Teams aufgebaut und dann haben wir angefangen!

00:07:03: Wenn du das jetzt dieser Geschichte umlegst auf einen Unternehmer eine Unternehmerin was kann man daraus lernen?

00:07:12: Einfach mal machen.

00:07:13: Super, das passt perfekt zu unserem Podcast!

00:07:16: Also einfach mal machen und ich glaube dass ja sowieso jeder Unternehmer sich also Unternehmen laufen deshalb weil Top-Menschen für die Unternehmen arbeiten.

00:07:27: Unternehmer an sich ist nichts ohne seinen Team und ich wusste einfach brauche ein gutes Team so weil ich hatte ja keinen Plan.

00:07:35: Und dann ist die gute Frage, wie findet man das gute Team?

00:07:40: Mein Team war da noch gar nicht so gut.

00:07:41: Es hat sich auch rausgestellt, werde ich auch nachher auf der Bühne erzählen weil ich relativ schnell herausgefunden habe dass mein Elektriker eigentlich Fischer ist und meinen Gas-Wasser-Installateur Metzger.

00:07:55: also sie waren dann doch gar nicht sehr gut in der Form was jetzt die Ausbildung angeht.

00:08:00: aber die hatten alle Berufserfahrung.

00:08:02: So

00:08:02: Das ist schon mal was.

00:08:04: Und ich habe mir dann einfach angeguckt, was sie so machen und hab mir die, wo ich gemerkt hab.

00:08:09: Die haben wirklich Ahnung sozusagen rausgepickt!

00:08:12: Und auf deiner Website steht?

00:08:14: Also das hast du glaube ich selbst geschrieben.

00:08:15: ist es zumindest in der Ich-Form.

00:08:16: Du hast deine Lektion von den Masseilkriegern gelernt.

00:08:21: Was hast du von denen gelernt?

00:08:23: Niemanden töten... Auf der Baustelle nicht durchdrehen

00:08:28: Obwohl man einen Drang dazu hat, hört ihr's jetzt raus?

00:08:30: Auch das Öfteren, also ich wollte das öfter in den ein oder anderen erschlagen.

00:08:35: Aber die Maasai-Häublinge haben einen Führungsstil, den ich mir so ein bisschen abgekupfert habe.

00:08:42: Die sind in jeder Lebenslage ruhig.

00:08:44: Sie sind in dieser Lebenslage geduldig und entspannt und respektvoll.

00:08:49: Das habe ich dann versucht umzusetzen.

00:08:51: Aber wie kommt man in diese Entspannung, wenn es eigentlich gerade überhaupt nicht entspannt ist?

00:08:56: Indem man weiß dass das anders nicht funktioniert.

00:08:59: Es hätte nichts gebracht, wenn ich auf der Baustelle eskaliert wäre weil ich ja die liebende Person war und ich hätte auch den kompletten Respekt verloren.

00:09:10: Du hast ganz am Anfang, ich kann es mir jetzt nicht mehr... Ich kann mich nicht ganz genau erinnern.

00:09:14: Aber wie es um das Gang ist und was es mutt?

00:09:16: Da hast du sogar erklärt, dass bedeutet keine Angst zu haben.

00:09:19: Handeln obwohl man Angst hat.

00:09:21: Obwohl

00:09:21: man Angst hatte!

00:09:22: Okay,

00:09:23: d.h.,

00:09:23: das musstest du auch erst lernen, dass du auch wenn du gerade Angst spürst, jetzt nicht den Kopf einziehst oder zurück nach Deutschland fliegst zum Beispiel wäre ja auch eine Option gewesen.

00:09:33: Ja, es war keine Option weil ich verantwortlich war für fünfzig Mitarbeiter Und in Sanzibar gibt es kein Sozialsystem.

00:09:43: Das heißt, wenn ich beschlossen hätte, ich mache mich jetzt vom Acker, hätten fünfzig Familien ab morgen gehungert.

00:09:49: Zum einen zum anderen habe ich ja Kohle reingesteckt und hätte mein ganzes Geld verbrannt.

00:09:54: Und dritter Punkt aufgeben ist keine Option.

00:09:58: also Ich gehöre zu den Menschen.

00:10:01: Ich weiß nicht ob das so gut ist die bis morgens um fünf Monopoly spielen oder Tischtennis bis um vier bis ich gewonnen hab.

00:10:07: Ich verliere nicht so gerne.

00:10:09: Okay, ich werde dich nicht fragen ob wir spielen.

00:10:12: Das war immer schon so.

00:10:13: oder ist es

00:10:14: deine Mentalität?

00:10:16: Jetzt muss man ja grundsätzlich nicht auf einer Baustelle in Afrika stehen dass man an diesen Punkt kommt wo man sich denkt ich weiß gerade überhaupt nicht wie es weitergeht.

00:10:25: Ich bin jetzt echt am Boden der Geschäftspartners abgesprungen, was auch immer.

00:10:30: Das kann dir mitten in Österreich Deutschland Europa auch passieren und es gibt auch spannende Studien zum Beispiel laut.

00:10:39: die Leute sind mehr als siebzig Prozent der Führungskräfte von mentaler Erschöpfung

00:10:44: betroffen.

00:10:45: Und du sagst hinter solchen Zahlen stehen Menschen, die kaum noch atmen können?

00:10:50: Was hat sich denn da in den letzten zehn zwanzig Jahren verändert?

00:10:56: Warum reichen da so klassische Resilienztrainings, denkst du nicht mehr aus?

00:11:01: Das ist natürlich höher schneller weiter.

00:11:04: Weil wir uns immer höhere Ziele stecken.

00:11:07: aber es geht glaube ich auch darum dass die Führungskräfte vielleicht nicht sagen hier ist jetzt mal stopp.

00:11:14: also wenn ich mir vorstellig werde in der Sandwich Position als Führungskraft und würde Ziele bekommen die komplett unrealistisch sind Dann steht es mir ja frei zu sagen, da mach ich nicht mit.

00:11:30: Und dazu braucht man natürlich Courage ist klar.

00:11:34: aber ich glaube dass dieser Stress eben dann entsteht wenn man damit geht Wenn man sich auf sich achtet.

00:11:42: Aber glaubst du nicht das sind ja trotzdem dieses also Couragepraus?

00:11:46: Das braucht viel Mut das zu sagen.

00:11:48: und vielleicht ist er beim Hinterkopf dieser Führungskraft Das Bewusstsein, oh man hat einen Hauskredit abzubezahlen.

00:11:56: Man hat eine Familie zu ernähren was auch immer.

00:11:59: Wie schafft man es denn trotzdem für sich einzustehen und diese Klarheit zu sein?

00:12:04: Indem

00:12:04: man Optionen schafft?

00:12:05: also dann schicke ich einfach fünfzig Bewerbungen raus und bewerbe mich woanders hin.

00:12:11: Also ich glaube dass man in Optionen denken darf Und nicht in Mangel und Optionen Schaft Dass man eben nicht aus Angst irgendwas macht.

00:12:20: Und was ist so, wenn du eben mit Führungskräften arbeitest oder Unternehmern die genau in diesem Punkt sind?

00:12:26: Erkennst du da eine Gemeinsamkeit?

00:12:28: Ist es diese Angst?

00:12:30: und dann fehlt vielleicht auch der Blick auf Optionen.

00:12:32: Oder wie kann man das verstehen?

00:12:34: Genau

00:12:34: beides!

00:12:35: Die Angst, die Option und einfach vielleicht den Mut zu sagen... Das ist was ich will und ich steh dafür ein.

00:12:43: Wie kommt man dorthin?

00:12:44: Muss man dazu nach Afrika reisen und wird dir einen Retreat machen, wie funktioniert das dort?

00:12:49: Braucht es so viel?

00:12:51: Nein, das glaube

00:12:52: ich nicht.

00:12:54: Was ich glaube, was da hilft... Also man braucht dafür Selbstbewusstsein Und das bekommt man wenn man regelmäßig aus seiner Komfortzone rausgeht Wenn man regelmässig Dinge macht und dann muss man nicht nach Afrika gehen vor denen man Angst hat uns trotzdem macht und er merkt hey habe ich geschafft.

00:13:11: Jedes Mal, wenn ich was geschafft habe, mache ich einen Haken hinten dran und werde automatisch selbstbewusster.

00:13:16: Und wie läuft es zum Beispiel bei dir ab?

00:13:18: Wenn du dort ein Retreat machst in Kenya, verstehe ich dann vor einem Tier, vor dem mich mich fürchte?

00:13:26: Also

00:13:26: ich hatte ja kürzlich erst den Retreat und die Ladies sind all aus ihrer Komfortzone alleine schon der Kontinent an sich.

00:13:33: also sie sind in Sansibar gelandet und du wirst halt dort z.B.

00:13:39: ständig angequatscht Und das war schon mal der erste Schock, aber wir haben natürlich auch viele Dinge gemacht.

00:13:44: Wir sind mit Propellerflugzeug von San Siber nach Arusha geflogen und die Hälfte meiner Retreat-Teilnehmerin hatte Flugangst.

00:13:53: So, lauter so Geschichten oder dass man den Weg alleine nach Hause findet?

00:14:00: Ich habe ja nicht Wegbeschreibungen bereitgelegt oder sonst was.

00:14:04: Dann hab ich gesagt, so herzlich willkommen!

00:14:06: Google Maps funktioniert jetzt auch nicht,

00:14:08: oder?!

00:14:08: Ja, aber da gibt es keine Straßen.

00:14:11: Auf Sansibar hast du sandige Wege und dann musst du irgendwie wieder zurückfinden.

00:14:15: Haben am Ende alle zurückgefunden?

00:14:17: Alle haben überlebt!

00:14:20: Wie lange hat das Retreat gedauert?

00:14:22: Zehn Tage...

00:14:23: Und was merkst du da so für Veränderungen?

00:14:26: Naja also die Hälfte von meinen Retreat-Teilnehmern ist jetzt im gym, im Fitnessstudio machen alles Sport Und die haben sich die ganze Zeit nicht getraut, in Social Media online zu gehen.

00:14:37: Ich sehe ständig Posts auf Instagram, Videos von links und rechts und oben und unten.

00:14:42: also ja ich glaube das hat schon ein bisschen was gemacht.

00:14:44: Also es verändert auch den Blickwinkel oder?

00:14:46: Ja Und nimmt ihr so'n bissl auch die Frage weg Was würden die anderen denken?

00:14:51: Weil wenn du sagst da plötzlich posten die und vorher vielleicht haben sie eher Sorge gehabt.

00:14:56: Ja wahrscheinlich Wenn Du selbst bluster wirst wird's dir weniger wichtig was andere denken?

00:15:01: Und glaubst du, dass diese Resilienz ein Stück weit auch angeboren ist?

00:15:06: oder jeder Grund, das sie lernen kann?

00:15:09: Ich glaube schon, dass es teilweise anbohren ist.

00:15:13: Es gibt ja Kinder, die einen stärkeren Charakter haben und andere Kinder vielleicht etwas sanfters sind.

00:15:20: Aber ich glaube schon ,dass man es lernen kann!

00:15:23: indem man einfach darauf achtet, was man in seinen Kopf reinlässt.

00:15:27: Was damit anfängt mit wem umgeb ich mich?

00:15:30: Umgeb' ich mich mit Menschen die wohl wollen mir gegenüber gestimmt sind oder Menschen, die mir den ganzen Tag erzählen du bist doof, das schaffst du eh nicht.

00:15:41: also Leute die den ganzen tag an dir zweifeln oder so wie ich das Glück hatte, Eltern die sagen go for it.

00:15:48: Egal was du machst wird

00:15:48: schon.".

00:15:49: Und wo denkst du soll man anfangen?

00:15:50: Zuerst bei dem dass man das Umfeld umgestaltet oder dass man zuerst bei sich selber irgendwas macht, dass man anders darauf reagiert?

00:15:58: Ich glaube wenn man seinen Außen verändert und es mitgeht... ...ich glaub ist es schwierig wenn man sagt ich veränder mich jetzt und bleibt in seinem Umfeld.

00:16:09: Ich habe mein Umfeld verändert, die Sachen, die ich meinen Kopf reingelassen hab.

00:16:13: Nämlich was für Podcasts ziehe ich mir rein oder rede ich jeden Tag mit meiner Nachbarin wie Montag sagt ach's muss wenn ich fragt wie es geht.

00:16:22: also was lasse ich meinen kopf rein?

00:16:24: Was konsumiere ich an Medien zum Beispiel euer podcast

00:16:29: Keine Produktplatzierung.

00:16:30: Nina, du sagst jeder von uns könne erfolgreich sein.

00:16:34: Die wenigsten jedoch sind geduldig und positiv genug um es so lange durch zu sehen bis der Erfolg sich einstellt.

00:16:42: Wie lernt man diese Geduld und dieses positive Mindset?

00:16:46: Wie lernte man das?

00:16:48: Konsum von positiven Medien über Jahre wahrscheinlich.

00:16:52: Also ich weiß nicht wie ich reagiert hätte wenn ich mich nicht schon seit zehn Jahren oder so damit beschäftigen würde.

00:16:59: Einer deiner Berufswünsche, also noch ganz jung war es auch Politikerin?

00:17:04: Was würdest du gerne in der Welt verändern, welche Gesetze würdest Du gerne einführen?

00:17:09: Welche Gesetzen?

00:17:11: Ich glaube ich würde gar nicht gerne primär Gesetzer einführen sondern was ich schön finde wäre einen Umdenken der Menschen insbesondere im Dachraum dass man ein bisschen weg geht vom Ego und mehr auf den anderen achtet.

00:17:25: Also weniger ich und mehr du.

00:17:28: Das wäre was, was sich gerne ändern würde weil ich merke in Sansebaar und in Kenia wie schön das Miteinander ist im Alltag Wie zuvorkommen die Leute miteinander umgehen wir liebevoll wie respektvoll Und dann daraus resultieren denke ich eben auch des Strahlen in den Augen.

00:17:48: Also man läuft nicht so im Schutzmodus rum, weil man Angst hat dass man von seinem Gegenüber eins aufs Dach kriegt Sondern man kann irgendwie offen bleiben.

00:17:58: Weil man weiß es bleibt sowieso jeder respektvoll.

00:18:01: Das würde ich gerne ändern.

00:18:02: das heißt was können wir hier im dachraum von den afrikanern lernen

00:18:07: Wenn man das sagen kann?

00:18:08: ein herzliches herzlicheres miteinander weil es gibt ja schon sehr viele herzliche menschen.

00:18:13: aber vielleicht noch einen ticken herzlicher.

00:18:16: Was sind so deine Learnings der vergangenen Jahre, wo du sagst.

00:18:22: Das kannst du auch immer mitnehmen in deinen Trainings, in deinen Retreats was du von dir selber weitergeben kannst?

00:18:30: Geduld, Geduld Toleranz und Durchhalten nicht aufgeben wenn es schwierig wird.

00:18:41: ich glaube das war mein größtes Learning im Haus Weil es gibt ja drei Millionen Situationen im Leben, wo man Herausforderungen hat.

00:18:49: Immer im Leben auch privat.

00:18:51: Bleibe ich positiv oder male ich mir das Worst-Case-Szenario jeden Tag aus?

00:18:56: Ich glaube dieses positive Mindset und dranbleiben und abwarten geduldig.

00:19:02: Das spielt ja alles irgendwie mit ... geht jetzt miteinander, dass man einfach geduldigt bleibt bis sich der Erfolg

00:19:08: einstellt.".

00:19:20: Und zuallerletzt, weil du jetzt kurz vor deinem großen Auftritt stehst.

00:19:23: Was macht man damit man da so gelassen sein kann?

00:19:27: Also ich bin jetzt nicht wahnsinnig gelassene also ich habe natürlich auch Adrenalin und freue mich aber ich sehe es einfach als Energiebooster den ich dann mit auf die Bühne nehmen kann.

00:19:37: Dann wünsche dir ja schon viel viel Spaß!

00:19:39: Ich freue mich schon sehr darauf.

00:19:41: Alles alles Gute Nina!

00:19:42: Ja natürlich!

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