#232 Was kann mein Gehirn, was KI nicht kann, Dr. Dr. Damir del Monte?
Shownotes
Wie gut kennst du dein Gehirn? 86 Milliarden Nervenzellen. 1.000 Billionen Synapsen. Zeit, sie alle mal kennenzulernen. Das Buch „Ein Date mit deinem Gehirn“ von Dr. Dr. Damir del Monte ist eine Einladung: Wer die eigenen Hirnwelten versteht, muss KI nicht fürchten.
Welche Jobs bleiben dann eigentlich noch für uns übrig, wenn KI ohnehin alles besser kann? Gar nicht so unberechtigt, die Frage. Er muss die Antwort wohl kennen: Damir del Monte ist Neurowissenschaftler, Psychologe und Medizinwissenschaftler – klinisch ausgebildet in Psycho-, Trauma- und Schmerztherapie, Dozent für funktionelle Neuroanatomie und internationaler Keynote Speaker. In dieser Folge sprechen wir mit ihm über das vielleicht spannendste Universum, das es gibt – und das wir täglich mit uns tragen, ohne es wirklich zu kennen.
Das erfährst du in dieser Folge:
- warum dein Gehirn kein Abbild der Welt liefert, sondern immer auch ein Abbild deines Innenlebens
- was ein „Vorhersagefehler" ist – und warum er eine Einladung zur Weiterentwicklung ist, die wir oft ablehnen
- warum das Selbstbild ein Konstrukt ist – und warum das keine schlechte Nachricht ist
- was passiert, wenn zwei Menschen wirklich miteinander in Resonanz gehen – auf die Millisekunde genau
- warum Verkörperung das ist, was KI (noch) nicht kann
Ein Gespräch, das zeigt: Das Menschlichste an uns ist nicht, was wir wissen. Sondern wie wir fühlen, erinnern und miteinander schwingen.
Transkript anzeigen
00:00:06: Mach es!
00:00:07: Der Karriere- und Lifestyle-Podcast von Die Macher mit Menschen, die bewegen.
00:00:13: Heute als dein Host Susanna Winkelhofer.
00:00:21: Wir haben heute ein Date Ein Date mit niemand geringerem als unserem Gehirn Und das ist in einer Zeit wo Maschinen immer klüger werden sehr, sehr spannend.
00:00:35: In einer Zeit wo wir uns immer wieder mal die Frage stellen was kann jetzt eigentlich unser menschliches Gehirn noch besser als künstliche Intelligenz?
00:00:44: Und unser heutiger Gast hat darauf eine Antwort, eine die nicht Angst macht sondern Orientierung gibt.
00:00:52: Dr.,
00:00:52: Dr.
00:00:53: Damir del Monte ist Neuro-Wissenschaftler promovierter Psychologe und Medizinwissenschaftler klinisch ausgebildet in Psychotrauma- und Schmerztherapie.
00:01:05: Es geht noch weiter, Dozent für funktionelle Neuroanatomie und Neurobiologie der Psychotherapie!
00:01:12: Er ist internationaler Kinospeaker und er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel Ein Date Mit deinem Gehirn.
00:01:22: Wer die Hirnwelten versteht braucht KI nicht zu Fürten.
00:01:28: Das Buch ist im Kneipferlag erschienen und darin nimmt er uns mit auf eine, würde ich mal sagen, Expedition in das vielleicht spannendste Universum überhaupt – in das Innere unseres Kopfes!
00:01:42: Und er zeigt dass unser Gehirn kein biologischer Computer ist sondern vielmehr ein Resonanzraum für Bewusstsein, Sehnsucht Alles Dinge, die die KI nicht kennt.
00:01:58: Lieber Damir!
00:01:59: Ich freue mich sehr dass du heute wo du einen regelrechten Interviewmarathon hast dir trotzdem Zeit nimmst auch für uns.
00:02:06: Susanna ich bin froh dein Gast sein zu dürfen.
00:02:10: Also mein Gast ist lustig, weil dieses wunderschöne Podcaststudio nicht meine, sondern das von der kleinen Zeitung.
00:02:17: Wofür ich sehr dankbar bin, dass wir das heute nutzen können hier in Wien.
00:02:20: und wir starten gleich rein mit einem kleinen Gedankensprung!
00:02:27: Der Gedankensprung – Wir sprengen kurz vor einem zum nächsten Gedanken.
00:02:35: Kopf oder Bau?
00:02:37: Womit triffst du die besseren Entscheidungen?
00:02:39: Immer Kopf UND Bauch
00:02:42: Eine Frage, die du dir selbst noch nicht beantworten konntest.
00:02:46: Ich nehm an... Du hast schon ganz viele Fragen beantwortet!
00:02:49: Aber auf welche suchst du noch eine Antwort?
00:02:51: Das Bewusstsein.
00:02:53: Wie funktioniert das
00:02:55: wirklich?!
00:02:56: Das ist ja noch nicht bewusst.
00:02:58: Nein.
00:02:59: Das wird noch dauern.
00:03:00: oder jetzt herauszufinden?
00:03:01: Ich
00:03:02: denke ja.
00:03:02: Du bist
00:03:02: dran?
00:03:03: Ja ich bin auf der Wanderschaft und wie viele andere auch aber ich denke es ist noch ein weiter Weg der noch vor uns liegt
00:03:12: Aber den werden wir Menschen früher finden als künstliche Intelligenz?
00:03:17: Ich glaube, vielleicht wird sie uns helfen dabei.
00:03:23: Dein erster Gedanke heute Morgen, erinnerst du dich?
00:03:27: Heute morgen tatsächlich wo bin ich?
00:03:32: Weil ich habe jetzt die letzte Woche in verschiedenen Städten verbracht und heute Morgen wachte ich auf und fragte mich ganz kurz oh Gott!
00:03:41: Wo bin
00:03:42: ich?!
00:03:43: Und dann war ... Ach, Wien!
00:03:45: Was hat dich gleich auf den Gedanken gebracht?
00:03:47: Das ist Wienis.
00:03:47: War da ein Café
00:03:48: oder...?
00:03:49: Nein es war tatsächlich so dass ich mich habe ja bestimmte Hotels wo ich regelmäßig einkehre und das Hotel in dem ich jetzt bin hat zu ganz bestimmter oder weißt Charakteristiker auf die sehr typisch sind.
00:04:03: Und dann beim Blick einmal kurz ins Zimmer.
00:04:05: Ah ja, das ist das Hotel... Also in der und der Stadt.
00:04:08: Hast du dich gefreut, dass du gemerkt hast, du bist in Wien?
00:04:11: Kört Wien zu deinen Wohlfühlstätten?
00:04:14: Ja!
00:04:17: Ich habe ja zwei in Salzburg geforscht, mehrere Jahre aber hab in Wnen viele schöne oder gute Verpflichtungen also Seminare, Vorträge und habe einige wundervolle Freunde hier in Wion.
00:04:33: Wie hältst Du denn dein Gehirn fit?
00:04:35: Viel Lernen Und ich bin sehr dankbar, dass es mir immer noch Freude macht.
00:04:40: Viel lernen heißt viel lesen, vieles neu entdecken, viels erweitern... Immer noch mit großer Freude, viel Sport!
00:04:50: Du warst ja ein Leistungssportler.
00:04:51: Ja, ich war ein Leistungssportler und jetzt bin ich da etwas gemütlicher unterwegs aber immer noch sehr freutvoll und relativ intensiv auch.
00:05:01: Ansonsten bemühe ich mich Dinge zu tun So oft es nur geht, wo ich das Gefühl habe... Da bin ich jetzt so bei mir und mit mir.
00:05:15: Also Momente etwas schlau formuliert, Momente der Coherenz.
00:05:21: Wo ich das Gefühle habe, dass ist jetzt stimmig!
00:05:24: Wow!
00:05:25: Das kann beim Kochen sein, das kann in einer schönen Opernaufführung sein.
00:05:31: Das können Momente, wo meine Gitarre in die Hand nehme Da wird man auf Trau einfach, wenn wir bei mir zu Hause in Kroatien sind, einfach mehr entlang zu laufen.
00:05:42: Also Dinge wo ich mich so ein Stück aus der Welt etwas herausbiene und so in mir und mit mir stimme ich bin das suche ich so oft es nur geht zu finden
00:05:54: Und dass wir wieder beim Bewusstsein da erlebst du den moment auch ganz bewusst oder?
00:05:58: Absolut absolut und wirklich auch heute voll.
00:06:01: also im Sinne von Dass sich dann einfach für mich sein darf und gar immer noch einen Beruf ausübt, wo man ja doch sehr viel vor Menschen steht.
00:06:11: Vor Menschen spricht was sehr schön ist, was aber auch eine Sehnsucht in mir entstehen lässt, auch mal nur für mich zu sein dürfen.
00:06:21: Und das sind die Momente, die ich dann auch wirklich sehr genieße!
00:06:25: Das
00:06:32: sind einige Kandidaten, aber eines, an das ich besonders gerne und intensiv zurückdenke ist Nikos Kazanczakis.
00:06:43: Sorbas der Grieche, Sorbas.
00:06:49: Dieses Roman wurde auch verfilmt mit Anthony Quinn in der Hauptrolle.
00:06:57: dieses kleine Büchlein hat mir mit, ich weiß nicht.
00:07:01: Ich war damals vielleicht zu achtzehn, neunzehnt noch einmal eine ganz besonderen Bellig auf den Menschen geschenkt der mich dann inspiriert hat da weiter zu suchen und zu forschen.
00:07:12: Es geht ja auch um KI in deinem Buch.
00:07:14: Welche KI-Tools nutzt du denn selbst am häufigsten?
00:07:20: Ich selbst arbeite mit Notion Und Notion greift hier auf mehrere KIs zu und dort Arbeit ich dann gerade, wenn ich recherchiere.
00:07:31: Wenn ich Dinge zusammentrage für meine Vorlesungen, meine Videos heißt es ja häufig auch wie hole ich mir die aktuellsten Daten und Dinge zusammen?
00:07:44: Und da arbeite ich mit Notion und den Kis auf die Notionen zugreift.
00:07:49: Das heißt du bist auch dankbar das künstliche Intelligenz vorhanden ist, dass wir sie nutzen können.
00:07:55: Salut!
00:07:56: Weil es tatsächlich unser Handeln, gerade auch vielfach auch intellektualer Arbeit einfach sehr effizient unterstützen kann absolut.
00:08:10: Unsere heutige Folge wird mit dir Wendow und Visitenkarten gibt es viele aber bei Wendows sowohl klassisch gedruckt als auch digital.
00:08:19: und genau in der Kombination liegt der Unterschied Gedruckt für den persönlichen Moment, digital für Aktualität, Vernetzung und vor allem sofortige Verfügbarkeit.
00:08:29: So bleibt der erste Eindruck nicht nur bestehen sondern entwickelt sich weiter.
00:08:35: Mehr dazu findest du auf window.at slash digitale minusvisitenkarte.
00:08:46: Da
00:08:54: mir dein Buch heißt nicht irgendwie, ich erkläre dir deinen Gehirn.
00:08:58: Es heißt ein Date mit deinem Gehirnen!
00:09:01: Also meine Datingzeit ist Lichtjahre vorbei aber ich kann mich nur erinnern so ein Date da ist man schon ein bisschen nervös und vor allem man überlegt sich dann wird das jetzt irgendwie überraschen wenn ich jetzt einen Date mit meinem Gehirner hab.
00:09:16: was wird mich denn am meisten überrascht?
00:09:18: womit rechne ich?
00:09:18: vielleicht gar nichts wenn ich es mal näher kennenlernen.
00:09:22: Das Gehirn weist Funktionsprinzipien auf, die zum Teil ganz anders ablaufen als wir es subjektiv erleben.
00:09:33: Hast du das an einem Beispiel erklären?
00:09:35: Ein neues Beispiel was vielleicht sehr naheliegend ist Wahrnehmung.
00:09:41: also.
00:09:41: wenn wir die Welt wahrnehmen dann erleben wir es so dass sind Reize aus der Außenwelt die auf mich treffen in meinem Sinnessystem verarbeitet werden, auf höherer Ordnung dann eingeordnet, kategorisiert, bewertet und dann kommen sie irgendwann zu Bewusstsein.
00:10:02: Also es sind die Dinge der Welt, die mir zu Bewustsein kommen.
00:10:07: Also wenn ich zum Beispiel jemanden zum ersten Mal begegne?
00:10:09: Zum
00:10:09: Beispiel!
00:10:10: Genau was wir nicht erleben ist dass es in Wahrheit ganz anders abläuft nämlich Unser Gehirn ist ein Vorhersagegenerator.
00:10:21: Das heißt, in jedem Augenblick baut das Gehirnen eine Vorhnersage auf was gleich passieren wird und was gleich geschehen wird.
00:10:30: Und wenn nun die Reize der Außenwelt auf uns treffen werden diese völlig unbewusst mit dieser Vorhiersage gemetscht und erst aus diesem Matchingprozess entsteht der Wahrnehmungsinhalt.
00:10:44: Dieser Matching-Prozess dauert Sekunden oder Millisekunden?
00:10:48: Einigen hundert Millisekten.
00:10:50: Es geht auch in verschiedenen Ebenesgehieren sogar und unvorstellbar schnell.
00:10:56: Und wenn jetzt das, was ich vorher gesagt habe, was bei einem Gehirn vorhergesagt habe und das als Reiz eingetroffen ist, gemetscht wird – und es passt ganz gut zusammen!
00:11:10: Also es ist eine gute Passung vorhanden.
00:11:14: Es steht ein Wahrnehmungsinhalt, der aber bedarf weder einer großen Aufmerksamkeit noch einer großen Bewusstseinsschau.
00:11:24: Das läuft dann quasi so durch uns hin und durch mehr oder weniger.
00:11:26: Das heißt das Gehirn sucht nicht das was es eh erwartet!
00:11:31: Er sucht die Diskrepanz, er sucht Differenz also den Vorhersage Fehler.
00:11:38: Also Fakt eins ganz spannend was ich wahrnehme, ist nicht nur ein Abbild der Welt.
00:11:46: Es ist immer auch ein Ab Bild meines Innenlebens das die Reize der Welt entgegennimmt und sie auch selektiert, fokussiert, auch schon ein Stück bewertet.
00:12:00: also mein Wahrnehmungsinhalt trägt immer auch Anteile meiner selbst in sich.
00:12:06: Das erleben wir aber nicht so.
00:12:07: Wir haben das Gefühl, wir haben jetzt die Welt genauso erlebt wie sie sich da vor uns ausbreitet.
00:12:14: Und wir denken so ist es?
00:12:15: So ist es auf jeden Fall.
00:12:17: Denn das Gehirn ist nicht... Also er sucht ja auch, uns Stabilität zu geben und zu vermitteln.
00:12:25: also das heißt, er sagt nicht, das könnte so oder so, nein er sagt das ist so!
00:12:31: Und dass es vielleicht anders sein könnte, das müssen wir erst erarbeiten.
00:12:37: Die Vorhersage ist dann schon recht stabil und der Wahrnehmungsinhalt erscheint uns als das ist so.
00:12:44: Und dass es ebenso wichtig sich klarzumachen, wie stark also damit Wahrnehnung geprägt ist von dieser Vorhnersage?
00:12:53: Wo stammt diese Vorhorsage her?
00:12:55: Unser Gehirn muss um in dieser Welt zu überleben ein Modell der Welt konstruieren.
00:13:03: Ich kann mich in der Welt nur bewegen, wenn ich ein Modell von ihr habe und um zu wissen wie ich mich nie bewegen kann.
00:13:09: Und ein Modelle meiner selbst!
00:13:11: Und dieses Selbst-und-Weltmodell dient mir dazu aus ihnen heraus dann diese Vorhersage in die Zukunft hineinzubilden.
00:13:20: Das wird schon in der kleinen Kind oder im Zeuglingsalter gebildet?
00:13:24: Da beginnt schon ganz langsam klar... Ein Säugding hat noch weniger Modelle, hat bis dato weniger Modellen hergestellt.
00:13:32: Das ist doch ein bisschen so eine Art Try and Error und ein bisschen Chaos.
00:13:37: Und ein bisschen Konfusion, das heißt die Modelle strukturieren sich ja erst und bilden sich und formen sich erst aus.
00:13:44: Deshalb ist bei einem Kind zum Beispiel ein spannender Ansatz.
00:13:48: beim Kind ist sozusagen die Wahrnehmung weniger tief weil die Modellen noch wenig ausgeformt sind zugleich aber weiter Weil ein Modell, das schon sehr stabil ist ja auch mal der Wahrnehmung ganz Stück einengt.
00:14:04: Weil er schon eine Struktur vorliegt.
00:14:06: Deshalb denken Kinder weniger tief aber dafür breiter und sind doch viel offener für Dinge die sie noch gar nicht kennen Und... Das wäre so einer Erkenntnis von der ich glaube dass sie menschenhilfreich sein kann weil sie uns hilft zu hinterfragen, was nämlich eigentlich war und weshalb nämlich es auf diese Art und Weise war.
00:14:30: Und wenn nun ein Vorhersage Fehler entsteht – das ist dann wieder dieser berühmte Moment wo sich entscheidet wie reif gehe ich damit um?
00:14:41: Also es heißt ein Vorhersegefehler heißt Vorhörsage-und Reizmetschen nicht!
00:14:47: Jetzt kommt Unruhe auf jetzt kommt Aufmerksamkeit.
00:14:50: bewusst sein.
00:14:51: aber was mache ich jetzt damit Evolutionär betrachtet?
00:14:57: Ist das jetzt eine Einladung der Evolution, die da sagt?
00:15:01: Betrachte dein Modell.
00:15:05: Könnte es sein dass dein Model die Welt nicht adäquat abbildet?
00:15:09: Könnte ich eines deinem Modell adaptiert werden müsste sollte sich weiterentwickeln sollte?
00:15:17: damit ist die welt besser abzubilden vermag also Vorher sehr gespieler können sich unbehaglich anfühlen, müssen sie nicht.
00:15:25: Aber wenn es sich regelmäßig verholt schon dann entsteht Unsicherheit und das ist eine Lerneinladung.
00:15:33: Und jetzt kommt aber das Dilemma.
00:15:37: Ein Modell der schon aufgebaut wurde Ist ja auch zugleich ein Faktor der uns stabilisiert.
00:15:46: Wenn ich also mein eigenes Modell hinterfragen muss heißt es Ich muss Instabilitäten aushalten Und das fällt uns nicht leicht.
00:15:55: Also diese Einladung nehmen wir oft nicht an!
00:15:58: So ist es,
00:15:59: wir neigen dazu um Unsicherheit nicht zu stark werden zu lassen, neigen wiederzu das Modell zu schützen und dann beginnen wir auf einmal die Reize anders zu interpretieren.
00:16:18: Wir beginnen zu selektieren.
00:16:20: Dass wir schauen danach, dass wir die Reize der Welt möglichst so aufnehmen und verarbeiten, dass sie das Modell soweit wie möglich bestätigen.
00:16:32: Das ist erstmal etwas.
00:16:33: damit er kaufen wir uns ein Stück Sicherheit.
00:16:36: aber wir zahlen einen großen Preis dafür nämlich wir hören aufzulernen.
00:16:41: Wir hören auf unsere Modelle weiterzuentwickeln.
00:16:44: Und das ist der Moment.
00:16:45: ich glaube dieser Dieser Riss, der Riste entsteht zwischen Vorhersage und Reiz.
00:16:55: Der Umgang damit entscheidet darüber wie weit ich in die Lage versetzt werde mich weiter zu entwickeln meine Modelle weiterzuentwickeln Strategien zu hinterfragen auch mich selbst zu hinter fragen weil es ist ja nicht nur ein Weltmodell Auch ein Selbstmodell steht dahinter.
00:17:14: Und wer das wagt Der riskiert ein Stück Unsicherheit, riskiert einen Stück Instabilität.
00:17:24: Vielleicht auch mal eine Kränkung aber wird belohnt.
00:17:28: dafür in meinen Augen.
00:17:29: Nämlich mit einem Blick auf die Welt der die Welt ... Deine Modelle das die Welt adäquater abzubilden vermag und vielleicht doch ein Stück besseren tieferen Kontakt zu sich selbst über das Selbstmodell, dass ihr so ja auch weiter entfalten darf.
00:17:49: Das heißt um dieses Modell weiterzuentwickeln und sich selbst zu hinterfragen wie kann man davor gehen?
00:17:56: Weil dieser Moment wo man merkt das stimmt jetzt nicht überein da hast du ja erklärt es ist erst mal
00:18:02: Schock
00:18:03: muss man genau in dem Moment dann schon bereit sein für die Entwicklung oder kann das später in einer Reflexion sein, dass man merken ah ok da verschiebt sich gerade was.
00:18:13: Ich glaube, dass die Grundhaltung hier bedeutsam ist.
00:18:16: Nämlich das ich mir tatsächlich vor Augen führe... ...dass wir so ein weiterer Aspekt zum Thema was kann mir beim Gehirn helfen mich selbst besser zu verstehen?
00:18:28: Dass sich vorher ja sagte unser Gehirnen baut einen Welt- und einen Selbstmodell auf!
00:18:34: Das heißt also mein Selbsterleben ist vor allem gespeist aus der Glebe Erfahrung, aber am Ende gegen das Ganze ein in ein Modell, dass es Gehirn über sich selbst erzeugt.
00:18:51: Also mein Selbstbild was ich ja so fest und stabil und so sicher anfühlt ist ein Konstrukt des Gehirns über sich-selbst.
00:19:02: Dieses Konstrukt ist nicht beliebig!
00:19:05: Ist ganz wichtig zu betonen weil in dieses Konstrukt meines Selbsterlebens, meines selbst speist sich ja das gelebte Leben ein.
00:19:16: Also die Erfahrung, die ich mache so sie denn bedeutsam war für mich dann will das Gehirn sie auch festhalten.
00:19:23: also das heißt eine für mich bedeutsame Erfahrung wird festgehalten und das heißt Sie wird übersetzt in einer Synapsenlandschaft In die Architektur.
00:19:35: Die fein Verästelung der Synapse ist das was dann als Modell, als Selbstmodell nachher ausgeformt wird.
00:19:44: Nicht ein beliebiges Modell!
00:19:46: Nicht ein beliebiges Modell in dem Sinne dass ja meine persönlichen Erfahrungen dort ja abgebildet strukturiert werden und dadurch aber habe ich zwar einerseits eine gewisse Stabilität im Selbstmodell, die durch das Leben gleichsam eingespeist wird.
00:20:05: Zugleich aber bleibt sein Modell und das zu verstehen ist so wichtig weil es bedeutet ich habe Möglichkeiten erst weiterzuentwickeln.
00:20:13: Ich hab Möglichkeiten erst zu hinterfragen.
00:20:16: Ich habe Möglichkeiten Abstand zu nehmen in mir selbst von meinem eigenen Modell.
00:20:24: Das kann eben auch mal schmerzhaft sein ist es nicht immer so beliebt.
00:20:31: Aber ich glaube, dass das wie ich finde eine hoffnungsfrohe Botschaft ist aus der Hirnforschung weil sie uns auch die Möglichkeit nochmal vor Augen führt an seinem eigenen Selbstmodell weiter arbeiten zu können.
00:20:47: Dass das nicht etwas ist was... Auch wenn es strukturgewordene Lebenserfahrung ist, ist diese Struktur nicht in Stein gemeißelt.
00:20:54: Sie ist in einer synapsen Landschaft verfestigt, die aber flexibel bleibt.
00:21:01: Und damit kann ich jetzt sagen okay... Ich gehe in mir im Abstand und sehe das da Gedanken aufkommen Bilder auf kommen, Bilder über mich selbst mein Selbstempfinden meine Selbstbewertung.
00:21:17: Aber ich bin mehr als die Summe dieser Gedanken!
00:21:21: Ich bin auch mehr als der summe der Geschichten, die ich mir über mich selber erzähle.
00:21:27: Und das heißt, ich habe da einen Raum den ich erkunden kann und den ich weiterentwickeln kann.
00:21:33: Das glaube ich ist eine wichtige Botschaft für uns Menschen.
00:21:36: Damit wird auch klar warum du sagst es menschliche Gehirn ist keine Rechenmaschine sondern ein Resonanzkörper?
00:21:43: Ja weil ich natürlich klar haben wir auf einer bestimmten Art und Weise eine biologische Maschine vor uns.
00:21:48: aber sie ist noch mehr.
00:21:51: wenn ich alleine mir vorstellen denn wir beide uns jetzt unterhalten Und man würde jetzt unsere Gehirnfunktion exakt abbilden und bildlich zur Darstellung bringen.
00:22:04: Dann würde folgendes geschehen, ich erzähle dir einfach Fakten.
00:22:10: Einfach bedeut.. also zusammenhanglose Fakte über das Gehirnen.
00:22:14: Größe, Gewicht, Zahl der Synapsen, zahl der Nährung... Also nett aber auf Dauer auch ermüdend!
00:22:21: Dann könnte man sehen dass dein Gehirnt das intensiv verarbeitet Aber im Vergleich zu meinem, hat es seinen eigenen Modus.
00:22:31: Wenn ich jetzt kippe in einen anderen Erzählmodus und ich erzähle dir eine Geschichte auf einmal.
00:22:39: Eine Geschichte die eine Sinnhaftigkeit besitzt, die eine Strukturbesitz, eine Gestalt besitze wo es ein Protagonist oder einer Protagonisten gibt also eine emotional getragene Sinngestalt wenn ich die jetzt aufbaue Und man dann unsere Hirne untersuchen würde, könnte man sehen, dass sich unsere Gehirne exakt synchronisiert.
00:23:03: Auf die Millisekunde haben wir exakt eine Resonanz wirklich im Sinne eines oszillatorischen gemeinsamen Schwingens
00:23:15: und ist genau das, was nicht passieren könnte wenn da jetzt zwei Kati-Modeller, die uns vielleicht ähnlich schauen.
00:23:22: Wir werden sehen... Vielleicht kommen sie da irgendwann hin?
00:23:24: Das kann man nie genau vorhersagen was dann noch alles möglich wird.
00:23:29: im Moment aber ist es so dass gerade auch diese Funktionen dieses Oszillierens auch für sich Netzwerke ausformen.
00:23:36: wenn Netzwerker kommunizieren sind diese Oszilatoren das sich Netzwerk über den Rhythmus exakt finden treffen, wie eine Melodie, die gespielt wird über Milliarden von Zellen hin deckt.
00:23:51: Dass das quasi das sehr noch sehr oft unser neuronales System begrenztes sich zeigt.
00:23:59: man kann bei der KI nie irgendwas ausschließen aber wir sollten und das war so ein wenig des Ansinnen meines Buchs ich wollte für das begeistern was wir haben und was oft so Manchmal geht die Magie so ein Stück uns verloren.
00:24:19: weil wir denken ja gut, die KI ist noch schneller und kann noch mehr speichern.
00:24:24: Alles richtig!
00:24:26: Aber doch würde ich gerne begeistern für diese Magie, die wir in uns tragen.
00:24:29: Und alleine Tatsache, dass wir beide jeweils eighty-sechzig Milliarden Nerven zählen um beide haben wir jeweils ein tausend Billionen Synapsen im unseren Gehirnen.
00:24:40: aber wenn ich eine Geschichte erzähle und dich emotional damit erreichen kann dann synchronisieren sich unsere beiden Gehirne, Milliarden von Zellen auf die Millisekunde.
00:24:52: und dieser Tanz.
00:24:53: Sehr gesah gemeinsame neuronale Tanz!
00:24:56: Und kann ihn förmlich spüren?
00:24:58: Das
00:24:58: ist doch an der Hammerer kommt doch keine KI auch nur annähernd Im Moment zumindest mit, weil jetzt kommt es nämlich und das ist der nächste Schritt wo die KI noch wahrlich mühe hätte.
00:25:09: Nämlich dieser Resonanz entsteht ja, weil dahinter ein Bedeutungsraum ist.
00:25:14: Weil wir beide Bilder haben Erfahrungen haben, weil wir beide Prioritäten sitzen oder weil wir ein Gedächtnis haben dass im körperlichen verankert ist.
00:25:23: also wenn ich jetzt zum Beispiel sage ah da gehe ich Am Strand entlang und da ist dieser Sonnenuntergang und das Rot des Himmels scheint ins Meer hinab zu tauchen, dann hast du diese Bilder.
00:25:37: Diese Bilder erzeugen in dir die Resonanz aber auch in dir!
00:25:42: Die Resonanzen zwischen deinem Gehirn und deinem Körper.
00:25:44: Weil es Gedächtes ruft jetzt Muster auf der Bewertung und Du hast dann gesagt oder Du hast irgendwann mal vielleicht gesagt wow Das aber ist toll, was ich gerade heute hier erlebe.
00:25:55: Nämlich einen Sonnenaufgang vor zwanzig Jahren.
00:25:59: Aber der wird in diesem Moment wachgeküsst!
00:26:02: Dieser Melodiebett gespielt und die es in Resonanz gehen zwischen Hirnen, zwischen Gehirn- und Körper... Da ist Gehirne und Körper.
00:26:11: dieser Tanz braucht was?
00:26:13: Er braucht nicht nur diese maschinelle Verarbeitung, nicht nur Gedächtnis.
00:26:20: Er braucht diese Körperlichkeit!
00:26:22: Er braucht die Verkörperung, dass eine Erinnerung in mir eine emotionale Aktivierung in Gang setzt, die sich als gesamtorganismischer Zustand zeigt.
00:26:35: und das sind Phänomenen, die so nur wir Menschen in dieser Form erleben, denn dahinter ist ein Körper der nicht nur Schönes empfinden kann, der auch Leid empfinden und Schmerz empfinden.
00:26:48: Der um seine Existenz und seine Begrenzung weiß, der Bedürfnisse hat, der vielleicht Defizitäre Empfindungen gerade hat weil er vielleicht unter Schmerzen oder Entbehrungen leidet.
00:27:04: Das alles trägt uns!
00:27:07: Und das alles hat die KI in dieser Form nicht, weil diese Verkörperung gar nicht besitzt.
00:27:13: Also das meine ich mit dem, es geht mir nicht darum die Fähigkeiten, die Größe und die potenziellen Möglichkeiten der KI kleinzureden.
00:27:22: Mit Nichten!
00:27:23: Da kommt noch dramatisches auf uns zu.
00:27:27: Nein aber ich wollte trotzdem begeistern für das was wir haben und damit können wir noch viel mehr machen als wir es heute tun.
00:27:34: in meinen Augen Und das wollte ich bei diesem Date anregen
00:27:38: Und damit du kommst ja aus der Traumavorschung, jetzt hast du gratskizziert was da alles gespeichert ist in unserem wundervollen Körper.
00:27:46: Aber das sind eben auch Sachen die uns vielleicht im Unterbewusstsein dann in dieser Wahrnehmung stark prägen.
00:27:53: nur als Zwischenfrage wie wichtig ist es denn dann?
00:27:55: Auch wirklich auf diese Traumatter die da gespeicher sind einzugehen Und die hervorzuholen, sozusagen.
00:28:03: Es ist tatsächlich gerade bei den... wenn es wirklich dramatische Dinge waren, die auch meinen Selbstbezug und mein Weltbezug beschädigt haben.
00:28:15: Wenn du mir laubst würde ich das ganz gut an diesen Modellen nochmal festmachen mit dieser Vorhersage.
00:28:21: Wir haben jetzt gerade gesagt dass wenn ich ein Vorhiersagefehler habe Ich erwarte Dass der nächste Augenblick bedrohlich wird, weil es Ähnlichkeiten vielleicht hier im Raum gibt mit einem Raum in dem ich Unangenehmes erlebt habe.
00:28:38: Aber das ist mir vielleicht gar nicht bewusst.
00:28:40: Muss nicht bewusst sein?
00:28:42: Kann als so eine innere Spannung vielleicht aber muss nicht!
00:28:45: Aber jetzt kommt der Moment und er ist angenehm ein vorher sage Fehler.
00:28:54: Jetzt würden wir unser Modell hinterfragen und das Modell erweitern Mit der Aussage, nein diese Räume müssen nicht per se unangenehme Erfahrungen mit sich bringen.
00:29:07: Und genau dieser Rückgriff auf das Modell und seine Erweiterung ist bei traumatisierten Menschen blockiert.
00:29:16: Dass sie machen eine eigentlich korrigierende Erfahrung aber Sie vermögen es nicht das bestehende Modell dahin gehen zu erweitern.
00:29:29: Es ist, als hätte das Trauma das Modell festgezurt und ihm die Flexibilität genommen.
00:29:36: Und damit die Möglichkeit der Erweiterung genommen.
00:29:40: Da ist es dann wirklich hilfreich in eine therapeutische Begleitung zu gehen um an diesem Modell doch noch arbeiten zu können und es doch noch zu erweitern mit neuen Erfahrungen.
00:29:55: Ich verstehe... Da mir dein Untertitel ist, wer die Hürmwelten versteht braucht KI nicht zu fürchten.
00:30:03: Was genau meinst du damit?
00:30:06: Ich gestehe und bekenne mich schuldig bei den Punkte das natürlich ein Buchtitel auch ein wenig provozieren soll oder ein bisschen auch die Aufmerksamkeit an sich ziehen soll.
00:30:25: Hören wir natürlich die Entwicklungen nicht vorhersagen.
00:30:29: KI in dem Moment und das sind wir ja schon mittendrin, wenn sie anfängt aus sich selbst heraus auch zu lernen dann ist sozusagen die Entwicklung nicht vorhersehbar im Detail oder mit einer absoluten Sicherheit.
00:30:45: von daher ist natürlich meine Aussage Allgemein gültig in dem Sinne, wir brauchen überhaupt keine Angst zu haben.
00:30:54: Nein es kann sehr wohl auch Entwicklungen geben die bedrohlich für uns werden könnten.
00:31:00: aber diesen Titel wollte ich zweierlei Aussagen.
00:31:06: erstens je besser wir unser Gehirn und damit uns verstehen desto besser können wir in die Lage kommen mit KI so umzugehen dass die Wahrscheinlichkeit, dass es eine gute Richtung für uns läuft gesteigert wird.
00:31:25: Das ist der Ansatz.
00:31:27: Der zweite Ansatz, das ist etwas Weitreichender.
00:31:30: Ich nehme die KI sehr ernst und sie wird sehr große Fähigkeiten erwerben.
00:31:38: Diese werden sich noch mehren.
00:31:41: Und doch gibt es etwas was noch nicht verwirklicht wurde in der KI dass das wahrscheinlich irgendwann kommen wird und wahrscheinlich auch vielleicht gar kommen muss.
00:31:52: Nämlich, wieder vor den Hirnwelten kommend wie lernen wir?
00:31:58: Wir lernen selbst organisierend!
00:32:02: Das Gehirn kann nicht von... Man kann dem Gehirnen nicht von außen aufdrücken was es zu tun hat man kann die Netzwerke von Außen nicht erzwingen sondern das System ist so aufgebaut, dass es aus sich selbst heraus, selbst organisiert, sich aufbaut und Erfahrung in Struktur gießt.
00:32:21: Ich glaube das die KI dahingehend irgendwann wohl von uns auf den Weg gebracht werden wird, dass dort Mechanismen der Selbstorganisationen wirksam werden.
00:32:38: Darin sehe ich eine Chance – natürlich auch eine Gefahr ganz klar!
00:32:42: Aber die Chance Gewichte ich jetzt größer?
00:32:46: Ich glaube das, wie bei Menschen auch.
00:32:49: Wir die KI nicht beherrscht bekommen indem wir glauben dass wir Milliarden von Regeln da rein programmieren können.
00:32:59: Das kommt uns an den Grenzen.
00:33:00: Wie beim Menschen auch nur Gebote und Verbote.
00:33:04: wenn ich das Wesen dass Menschen nicht verstanden haben, seine motivationalen Antriebe, seine emotionalen Bedürfnisse.
00:33:12: Dann kann ich da eine Milliarde Regeln drüberlegen.
00:33:14: sie werden irgendwann ausbrechen und deshalb glaube ich das wir den Hauptmechanismus denn wir fürs Gehirn entdeckt haben nehmen diese Selbstorganisation wahrscheinlich auch auf die KI werden übertragen müssen damit sie selbst effizient lernen kann.
00:33:33: jetzt kommt es Aus dem Verstehen der Hirnwelten sollten wir ableiten, welche Daten, welche Trainingssätze müssen wir der KI dann mit auf den Weg geben?
00:33:46: Dass wenn sie dann selbst organisierend Prinzipien lernt aus der Summe der ganzen Trainingseinheiten.
00:33:54: Welche sollten das sein?
00:33:55: also Wir müssen uns verstehen müssen was ist ein Mensch sein Was was sind für uns wichtige Gebote, was in unserer ethischen und moralischen Leitplanken.
00:34:08: Und das müssen wir eine Reform übersetzen und dann der KI-Sang zum Lernen anbieten auch zur Weiterentwicklung anbieten.
00:34:18: Ich glaube dass dann die Chance besteht, dass wir bei der KI auch eine Art von, weiß ich ob es ein so großes Wort ist aber so ein Stück auch Evolution erleben.
00:34:32: Wenn wir sie aber möglich so bestücken, dass wir aus der Summe unserer Erfahrungen das Beste auch dort hineinarbeiten und hineingeben.
00:34:42: Dann erhöhen wir die Wahrscheinlichkeit, dass dort Prinzipien etabliert werden, die dann eher uns wohlgesonnen sind.
00:34:48: Die mit uns in Kooperation treten.
00:34:51: Also man könnte sagen ein Phrasoph in Deutschland sich damit sehr intensiv beschäftigt.
00:34:56: Markus Gabel sprich von der Co-Evolution Und es hat etwas Das heißt, nicht durch rigide Kontrolle – das wird glaube ich nicht funktionieren.
00:35:06: Sondern indem wir uns kennenlernen und das Gehirn besser verstehen, die Mechanismen verstehen und dann der KI Angebote machen, die möglichst eine gute Entwicklung gehen.
00:35:18: Und dann eine Art Co-Evolution im Sinne einer fruchtbaren Kooperation.
00:35:24: Das wäre natürlich zielführend!
00:35:26: Das wäre wünschenswert.
00:35:28: wenn wir bei uns selbst nicht verstehen Gehen wir mal auf den Status Quogare.
00:35:35: Wir sind sehr neugierig gewesen, antriebsgesteuert, handlungsorientiert in die Welt hinein agieren – das ist unsere Stärke!
00:35:42: Das hat uns in der Evolution soweit gebracht.
00:35:46: Die Gefahr liegt aber darin wenn wir diese Neugier diesen Antrieb, diesen Drang weltverfügbar zu machen, wenn wir das sich entgrenzen lassen, wenn daraus eine Hybris wird wir uns nicht mehr modulieren können.
00:36:04: Wir haben momentan die technischen Mittel, diese Neugier in ein Extrem zu treiben.
00:36:10: und also das heißt wir müssen lernen mit uns erst mal umzugehen.
00:36:15: was momentan bekommt die KI?
00:36:18: alles was im Netz zu finden ist?
00:36:21: Also ein Abbild dessen was wir als Menschen in dieser Weltlinie hinaus geben und es eben nicht nur das Angenehme und das Gute und das Schöne oder das Ästhetische Es ist auch viel Mist, viel Gewalt.
00:36:33: Viel Intrige, viel Brutalität, viel Verachtung – auch das speisen wir in das System hinein!
00:36:41: Also das heißt noch einmal zurück je besser wir uns verstehen, je besser Wir uns modulieren können, Je besser wir lernen mit uns verträglicher umzugehen, desto bessere Eltern können wir für die KI sein desto mehr Material können wir ihr an die Hand geben, dass wenn sie sich auf den Weg der Entwicklung macht, möglichst viel von dem nutzt was wir erst lernen mussten durch viele schmerzhafte Erfahrungen.
00:37:09: Das ist praktisch der Ansatz.
00:37:11: also damit negier ich nicht die Gefahren aber ich sage einfach, ich sag's mal ganz hart Denk dir immer die KI bitte weg!
00:37:20: Wie tun Sie uns als wären wir jetzt wie in zwanzig Jahre zurück?
00:37:25: Ist alles gut?
00:37:26: Nein Ist der Mensch gesund und vital und lebendig?
00:37:31: Nein!
00:37:32: Wir sehen viel Leid, wir sehen viel Verlorenheit.
00:37:36: In der moderne und postmoderne haben wir uns auch ein Stück verloren als Menschen.
00:37:41: Wir sind die erste Generation seit ewiger Zeit, die davon überzeugt ist dass ihre Kinder eine Zukunft erleben werden, die nicht so gut sein wird wie Wir sind die ersten Eltern, die Kinder in einem Pessimismus entlassen.
00:37:59: Also auch ohne KI ist da die Welt toll?
00:38:05: Wollte sie nicht doch eine Entwicklung oder noch ein Wachstum?
00:38:09: Wollen Sie nicht mehr Menschlichkeit?
00:38:11: Doch!
00:38:15: Können wir uns zerstören?
00:38:17: Auch ohne KI?
00:38:19: Problemlos!
00:38:20: Wir haben genug Atomraketen dafür.
00:38:23: Ich will damit nur sagen, wir fokussieren gerade sehr viel auf die KI.
00:38:28: Aber wir haben ja auch ohne KI viele Dinge, die es lohnenswert machen sie weiterzuentwickeln.
00:38:37: Viel Verlorenheit, viel Schmerz, viel Frust, viel Kampf, viel Angst!
00:38:43: Wir finden ja kaum noch Menschen, die Zuversicht in sich erleben.
00:38:50: Ich sage mal, der Zukunft ein bisschen Kredit zu geben bereit sind.
00:38:55: Und ich meine damit keine Naivität und kein Rosarot das mache ich überhaupt nicht damit aber ich meine es wie als handlungsorientierte Wesen uns nicht die Zuversicht in Gänze nehmen lassen sollten.
00:39:10: und hier kann die KI auch Unterstützung sein.
00:39:13: sie können uns helfen Datenströme besser zu organisieren.
00:39:17: Sie können uns helfen, bessere Modelle für Digi zu entwickeln – für das Zusammenleben, für Verkehr und für klimatische Aspekte.
00:39:26: Also hier liegen ja auch viele Chancen auf diesem Weg in diese Zukunft!
00:39:31: Also Beda Rosarot?
00:39:33: Noch schwarz-serisch die Mitte, die Balance... Die Geschichte der Menschheit ist nicht eine Geschichte per se des Scheiterns.
00:39:43: Sechseinhalb Millionen Jahre Wir sind immer noch da.
00:39:46: Es ist auch eine Geschichte des Gelingens.
00:39:49: und ohne Rosa Roth in die Zukunft zu schauen, aber daran festzuhalten dass wir gestalten können, dass wir verändern können das wir Dinge bewirken können Das wir als Menschen uns entwickeln müssen.
00:40:03: Das heißt erstens die KI nicht als sünden Bock abschieben Und zweitens wenn ich das raushöre beim Date mit meinem Gehirn könnte es sein die KI ein bisschen wie auf meinen Freund sehe, also dass ich zunehmend merke.
00:40:19: Die kann da mit dabei sein in dieser... Absolut!
00:40:23: Und das ist der Punkt aber nicht indem sie Dinge ersetzt in mir.
00:40:27: Sie können ja vielleicht eine Hilfe sein beim Sortieren, beim Orten, beim Sammeln und dann kann sie wundervolle Dienste leisten.
00:40:34: Sie kann mir Ideen geben, sie kann mir helfen, Dinge, die in mir angelegt sind, aber nicht in die Vollendung wollen da kann sie Hilfe sein.
00:40:45: Und zwar wirklich in einer Dimension, die wow!
00:40:48: Momentan kaum zu fassen ist.
00:40:49: zugleich aber darf Sie nicht dafür sorgen das ich aufhöre zu lernen und dass sich aufföre meine Urteilskraft zu stärken.
00:40:58: Dass ich auch höre das menschlich in mir hochzuhalten.
00:41:03: Das muss sich weiterentwickeln.
00:41:04: also anders formuliert eine KI Revolution verlangt auch nach einer weiteren geistigen Evolution.
00:41:14: Wir müssen mitwachsen und das, was wir für bedeutsame Achten, für wichtig, was weiten entwickeln möchten, daran festzuhalten.
00:41:26: Was hast du gesagt?
00:41:27: Nicht ersetzen.
00:41:28: Sie sollen uns nicht ersetzen, aber ich weiß nicht wie du am Anfang gedacht hast als KI immer mehr das Thema wurde.
00:41:34: Ich habe mir gedacht na kreativer Prozesse die bleiben wir uns Menschen!
00:41:39: Ich hab mich völlig geirrt.
00:41:41: KI kann sehr kreativ sein.
00:41:43: was machst du denn?
00:41:44: oder was gibt so den jenen Menschen mit dem zum Beispiel in der Kreativbranche sind und jetzt durchaus auch Sorge haben dass sie ersetzt werden können im Job den sie machen?
00:41:55: Wie kann man denn da trotzdem Mut zu für sich bekommen?
00:42:00: Wir haben mit dem Homo Sapiens ein Wesen vor uns, das ein Wiesen im Werden ist.
00:42:09: Es gab keine Generation in sechsundhalb Millionen Jahren seit der ersten Abspaltung zwischen unseren Vorgehörd quasi in die Evolution und dann gab sie Spaltungen in Menschenaffen und Homininen also unsere Reihe.
00:42:22: Der Homo sapiens ist jetzt in seiner älteren Version.
00:42:27: Wir stammen eher kritisch von einer Population, die vor zweihunderttausend Jahre lebte.
00:42:33: In all diesen über dreihundertausend Generationen haben wir uns immer verändert.
00:42:41: Nur in dem Moment wo es geschieht ist es immer etwas Großes weil wir auch Struktur halt und Sicherheit suchen.
00:42:47: was ich ja vorher mit dem Selbstmodell und Weltmodell beschrieben habe das heißt nur was wir jetzt haben.
00:42:54: eine Potenzierung ist er noch nie so schnell und noch nicht so weitreichend, aber Veränderung ohne KI Susanna würden unsere Nachkommen in hunderttausend Jahren völlig anders sein.
00:43:08: Auch ohne KI!
00:43:10: Es wird nun beschleunigt und wir müssen nur die große Verantwortung diesem Tempo mitzugehen was schwer ist und deshalb ist es so wichtig auch dann an dem festzuhalten, was auch strukturierend ist.
00:43:25: Was auch sicherheitsgebend ist – nicht alles fahren zu lassen und unsere Verankerung in der Kultur, in der Körperlichkeit!
00:43:35: Ja, die KI kann wahnsinnig viel in so vielen Bereichen.
00:43:39: Die Frage aber ist, was macht den Menschen aus?
00:43:42: Auch im
00:43:43: Kreativen?!
00:43:44: Was macht uns in unserem Leben aus?
00:43:47: In dem Buch schaue ich das Beispiel, wenn ich eine KI fragen würde.
00:43:52: Du, in einem Schwimmbad!
00:43:55: Wie muss das Wasser auch bereitet sein?
00:43:57: Dann sagt die KI ganz klar, du, dass ist der Anteil Wasser, das ist der Anti-Klorid.
00:44:01: und was da noch an Chemie ein bisschen reinmuss... Die zusammen, letztendlich des Wassers hat die KI sofort Parat innerhalb von drei Sekunden.
00:44:10: Was die KI nicht weiß ist wie es sich anfühlt mit nassen Haar am Beckenrand zu sitzen, mit Pommes in der Hand.
00:44:19: Das weiß sie nicht!
00:44:22: Also was haben wir noch?
00:44:23: Was anders ist?
00:44:25: Was macht uns aus?
00:44:26: vielleicht auch wenn es ein bisschen vielleicht jetzt partitisch daherkommt aber vielleicht könnte die KI auch als etwas sehen was uns mehr Raum schenken wird um das zu tun was uns zum Menschen eigentlich macht.
00:44:42: Ist doch eine Chance.
00:44:43: Ja, wir sind alle in einem Umbruch.
00:44:46: In einer kritischen Phasenübergang würde man der Systemtheorie sagen ja wie schon so oft in der Epoche des Homo sapiens, wie so oft ist der Himmel dunkel verhangen, der in die Zukunft weist?
00:45:05: Wie so oft fällt es uns schwer Zuversicht zu halten und das ist auch berechtigt!
00:45:12: Ich möchte das in keinster Form kleinreden.
00:45:14: Und doch dürfen wir nicht in die Knie gehen, doch dürfen für uns diese Handlungsorientierung nicht nehmen lassen!
00:45:22: Wir müssen noch mal anders kreativ werden, noch einmal anders über die Gesellschaft nachdenken, nochmal anders über uns nachdenkten und unseren Lebenssinn nachdenkt.
00:45:31: Was speist mal der Identitätsbildung meine?
00:45:34: Was ist sinnhaft für
00:45:36: mich?!
00:45:36: Wir sind jetzt aufgefordert ein kleines wenig Evolution im Schnellmodus zu durchlaufen.
00:45:45: Aber schauen wir mal ganz kurz so jenen Menschen hin, die genau diese Zukunft am meisten betrifft?
00:45:50: So den Kindern, die jetzt in der Schule sitzen werden deren Gehirne eigentlich falsch trainiert für eine Welt, die es ja eigentlich dann gar nicht mehr gibt?
00:46:02: Wir sind tatsächlich so aufgestellt, dass wir momentan Kindern etwas beibringen müssen für eine Welte, die wir nicht kennen – das ist so!
00:46:10: Und was hilft dort?
00:46:12: Es hilft diese Kombination, die mir immer so wichtig ist.
00:46:16: Unser Gehirn funktioniert in dem Modus, dass es einen stetigen Wechsel zwischen Stabilität und Instabilität gibt – stetig zu Phasenübergänge.
00:46:30: So sind wir gebaut!
00:46:30: Das ist die Physologie.
00:46:32: Netzwerke entstehen, Netzwerken stabilisieren sich.
00:46:36: Lern ich etwas Neues, das nun hinzugefügt werden
00:46:39: muss?!
00:46:40: Veränder ich Synapsen und mein Netzwerk ist auf einmal instabil.
00:46:44: Es braucht eine Reorganisation, aus deiner Stabilität geht es in eine Instabilität einen Phasenübergang an der Reorganization und es kommt zu einem neuen Gleichgewicht, eine neue Stabilität.
00:46:57: das ist Leben!
00:46:59: Und Komplexität heißt Sicherheit.
00:47:01: die absolute gab es noch nie?
00:47:05: Die wird es nie geben weil Komplexkeit ist dadurch definiert dass In komplexen Systemen, unvorstellbar kleine Parameterverschiebungen und vorstellbar Kleine.
00:47:19: Also ein lieber Freund von mir der in diesem Bereich viel klüger als ich ist.
00:47:25: Ein Vorscheinbereich Komplexität Tegido Strunk im Wien hier übrigens auch sitzend.
00:47:30: Der Sack geht zu mir da mir stellen ja vor wenn er einen Atom hustet.
00:47:36: das ist nicht woher sagbar.
00:47:38: In komplexen Systemen werden solche unvorstellbar kleinen Funktionen verstärkt, wie ein Brennglas wirken komplexe Systeme.
00:47:50: Also das heißt es ist nicht so herrsagbar!
00:47:53: Es ist nur mit Wahrscheinlichkeit zu berechnen aber nie exakt vorhersagbar.
00:47:58: Das heißt die Illusion der Sicherheit gab es noch nie weil Leben und Gehirn Komplexität bedeutet.
00:48:05: Okay also das heißt Wir müssen das uns bewusst machen.
00:48:09: Und wir müssen uns klarmachen, Sicherheit war immer eine Illusion.
00:48:14: Aber trotzdem sollten wir das nicht einfach so bagatellisieren und sagen okay aber wir haben sehr wohl auch die Chance ein Stück Struktur in die Welt zu bringen!
00:48:24: Wir haben Wertesysteme, wir haben Traditionen, wir habe elementare Dinge im Welt-und Menschenbild, die wir hochhalten möchten.
00:48:33: Das schafft Struktur, das schafft Ordnung, dass schafft auch Sicherheit.
00:48:39: Von dieser Basis ausgehend als einer guten Verwurzelung, ich brauche Heimat in dieser Welt.
00:48:47: In dieser Welt und in mir selbst!
00:48:49: Der Heimatbegriff ist so negativ konnotiert die letzte Zeit.
00:48:53: Nein!
00:48:55: Selbst Beheimatung ist ein Heiligtum.
00:48:59: Ein Dichter sagte mal, wohin fliehen wenn der eigene Herzschlag nicht ausgehalten wird?
00:49:08: Ein Mensch, der in sich selbst keine Heimat hat.
00:49:12: Der kann gar nicht so viel Drogen schlucken die er bräuchte um sich auszuhalten.
00:49:17: Nein!
00:49:17: Wir brauchen eine elementare Grundstruktur des In-der-Weltseins.
00:49:23: Das mich beheimatet.
00:49:24: fühlen Sie mit Menschen, mit einer Obgebung und auch mit mir selbst.
00:49:30: Und daran sollten wir Kinder und junge Menschen unterstützen.
00:49:34: davon aber ausgehend Und dieser Verwurzelung ausgehend, dann in die Kraft zu geben nach oben zu streben.
00:49:42: In die Freiheit, in die Offenheit und in die Entwicklung.
00:49:48: Es braucht beides!
00:49:49: Es braucht also die Verwuerzelung... Lernen?
00:49:53: Wissen ist nicht banal geworden durch KI.
00:49:57: Da hat der Motto ich brauche gar nichts mehr wissen das macht alles die KI.
00:49:59: Das wäre ein Fehler.
00:50:01: Wir müssen uns weiterentwickeln Aber was wir jetzt lernen müssen Flexibilität.
00:50:08: Von dieser Verwurzlung ausgehend müssen wir umgehen können mit verschiedensten Kontexten, mit Wandlungsprozessen die schnell über uns kommen können und beides braucht es.
00:50:19: Das heißt zum einen ein Fach der das Heimatkunde heißt?
00:50:27: Und zwar genau viel weitreichender im Sinne nicht als banalen sondern Tiefen, menschlichen, mich verwurzelnden.
00:50:36: und in diesem Heimatgefühl auch zu wissen es lohnt sich dieser Welt zu sein.
00:50:41: Es lohnt sie in mir zu sein, Kindern das zu vermitteln und nicht ihnen Schuldgefühle aufzuladen oder sie klein zu halten.
00:50:51: und nein sonst sollen ihnen so viel Energie mitzugeben dass man sagen kann wow Mach dich auf den Weg und ich, ich unterstütze dich.
00:51:00: Aber du musst auch deinen Weg gehen!
00:51:02: Du musst auch fallen... ...du musst auch stolpern, du musst wieder aufstehen lernen Und dabei lernst du dann Dich so zu bewegen dass deine Welt die sich schnell wandelt für Dich nicht so schnell zur Bedrohung wird.
00:51:17: Dass du lernest Dinge zusammenzuführen Dinge zusammenzudenken Dass du Lernst in einer Welt Dich zu bewegten die sich enorm beschleunigt hat.
00:51:28: Aber dass du auch eine Verwurzlung hast, die dich davor schützt vor diesem Strom der Daten und der Rhythmen in Gänze davon gebiet zu werden?
00:51:40: Also auf Banal dieser Spruch ist ja nicht von mir, denn da haben kluge Menschen schon vor Jahrhunderten formuliert starke Wurzeln was auch heißt zu lernen Welt zu verstehen, Modelle aufzubauen und dabei da in die Freiheit zu gehen und das weiterzuentwickeln.
00:51:59: Und dabei eine Form von Zuversicht mitzunehmen, dass man gestalten kann und darf.
00:52:05: Das ist schwer an dieser Zeit geworden.
00:52:07: Wir sind heute – egal welches Thema man anreist – immer erscheint einem eine Wand nach dem Motto Ja KI geht eh in die Superintelligenz, dann geht es eh ins Verderben.
00:52:21: Heute haben wir ökonomisch orientierte Big Tech Unternehmen, die eh alles nur noch für sich nutzen um Macht zu bündeln und was auch alles wichtig ist aber alles das kann verändert werden.
00:52:37: Nichts davon ist in Stein gemeißelt.
00:52:39: In dieser Welt ist nichts in Stein meißelt und wir dürfen den Menschen nicht das Gefühl geben, ihr könnt eh nichts tun!
00:52:47: Ja vielleicht sind die Big Tech heute so mit Macht und Geld ausgestattet dass man das Gefühl hat gegen die kommt niemand an?
00:52:55: Nein, nein.
00:52:57: warum beginnt Europa nicht aufzuwachen und zu sagen hey wie haben eine Tradition Eine philosophische, wir haben die Aufklärung.
00:53:05: Wir haben uns entwickelt!
00:53:08: Europa hat so viel Großes in dieser Welt gebracht – auch das ist eine Sicht, die nicht so modern gare ist.
00:53:14: Wir neigen eher zu, so ein wenig uns selbst kleinzumachen und für alle schuldig zu sprechen.
00:53:19: Ja, Europa hat auch vieles zu reflektieren.
00:53:22: Ganz klar keine Frage….
00:53:23: Aber Europa?
00:53:24: Hey!
00:53:25: Sklaventum wurde in England abgeschafft.
00:53:31: Kinder, UN-Kinderrechtekater hat Polen eingebracht.
00:53:36: Ja also es gibt viele, viele Dinge die Europa auch vollbracht hat.
00:53:41: Warum sagen wir nicht?
00:53:43: Wir bauen ein eigenes System auf!
00:53:45: Wir bauen eine KI Software auf, die vielleicht unsere Aufklärung unserer Menschenbild mitimplementiert bekommt.
00:53:54: Warum könnten denn ich da ein bisschen verrückter und kreativer
00:53:57: sein?!
00:53:58: Warum überlassen wir alles den Amerikanern und den Chinesen?
00:54:01: Und man vielleicht demnächst den Inderen.
00:54:03: Also das heißt, da würde ich mir einfach wünschen dass wir auch als Europäer hier selbstbewusster agieren was das eigene schaffen und formen und nicht nur einfach jammern dass die anderen alle nur böse Dinge in die Welt bringen.
00:54:17: ja sie bringen viel Gutes in die welt und Vieles was damit zusammenhängt ist sehr herausfordernd.
00:54:24: aber Das ist nicht in stein gemeißelt.
00:54:26: also Wurzeln und dann auf die Flügel aufspannen.
00:54:32: Die Zukunft ist noch nicht
00:54:34: geschrieben.".
00:54:35: Da waren jetzt so viele Appelle drin, die wir uns alle hoffentlich zu Herzen nehmen!
00:54:40: Vielleicht ist der erste Schritt mal dieses... Ebi du ganz oft angesprochen hast dieses Kennenlernen von sich selbst, von der Umgebung wo man lebt Wenn man jetzt quasi deinen Buch zum Anstoß dafür nimmt, um dieses Kennenlernen mal in Gang zu setzen.
00:54:55: Was wünschst du dir denn?
00:54:57: Dass jemand der das Buch gelesen hat dadurch in seiner Denkweise oder in seiner Handlung verändert?
00:55:03: was möchtest du dass sich da jemand mitnimmt?
00:55:06: Ich hoffe, dass ich nicht so eitel klinge aber ich habe mich sehr bemüht beim Schreiben dieses Buches eine Sprache zu wählen die auch so ein Stück unserer Kulturgeschichte, soweit ich es vermochte in sich trägt.
00:55:24: Freude an der Sprache, freude an die Ästhetik, freud'e an der Philosophie, am Hinterfragen, freut'e am Entdecken, freu'de am Staunen und über diese Freude und diesem Buch folgend eine Reise auch in sich selbst zu wagen.
00:55:47: Also ein Date, die Motivation für diesen Titel war das Bild.
00:55:53: Dass ich mich bemüht habe so zu schreiben dass der Leser und die Leserin verführt werden in die eigene Hirnwelt abzutauchen und das sagen in Resonanz zu bringen.
00:56:12: Und wenn ich einen Wunsch äußern dürfte dann Das Staunen zu lernen über das, was wir sind.
00:56:20: Und zweitens ehrlich zu sein.
00:56:26: Aufrichtig zu sein mit sich selbst im Umgang mit mir und Welt!
00:56:34: Dass wer etwas, was uns allen gut täte.
00:56:39: Amir du hast jetzt ein Date bei Talier wo du eine große Lesung gibst.
00:56:43: Wir alle haben jetzt ein date mit unserem Gehirn.
00:56:47: Vielen Dank für deine wertvolle Zeit und für all diese tollen Inputs, die glaube ich wirklich auch anregen mal umzudenken oder mal ins Unbequeme zu gehen.
00:56:58: Weil genau das ist es was uns weiter bringt hast du eigentlich schon ganz am Anfang gesagt.
00:57:02: Danke schön!
00:57:03: Das war meine Freude der Gast zu sein.
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